Urteil im Spaghettimonster-Prozess: Ausgenudelt


Screenshot: http://www.pastafari.eu/
Screenshot: http://www.pastafari.eu/
Darf die Spaghettimonster-Kirche auf Schildern für ihre Gottesdienste werben? Nein, hat nun ein Gericht entschieden. Der kuriose Fall wirkt wie ein Satire-Coup – dabei geht es um eine sehr ernste Frage.

SpON

Sie treffen sich jeden Freitag um zehn Uhr. Dann feiern die Angehörigen der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ im brandenburgischen Templin ihren Gottesdienst, natürlich nach angemessenem Zeremoniell: Piratenkappen als Kopfbedeckung sind die Regel, alternativ akzeptieren die Gläubigen auch Nudelsiebe.

Als wäre all das nicht schon kurios genug, haben die selbsternannten Pastafaris auch Hinweisschilder an allen vier Ortseingängen in Templin angebracht: Darauf weisen sie wie andere Glaubensgemeinschaften auf ihre Gottesdienstzeiten hin. Der Brandenburger Landesbetrieb Straßenwesen wehrte sich jedoch gegen diese Schilder, der Fall landete vor dem Landgericht in Frankfurt (Oder) – und das hat nun entschieden: Die Schilder müssen weg.

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2 Comments

  1. Schade und sehr zu bedauern. Es zeigt wieder einmal mehr, dass hier noch viel Umdenken notwendig ist, um Deutschland auch für andere Kulturen und eine Gleichstellung aller Religionen „passend“ zu machen. So „passend“ wie des das Grundgesetz eigentlich längst fordert.

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