«Schamanismus ist wieder extrem trendy»


Schamanismus boomt in der Schweiz, vor allem Junge fahren darauf ab. Laut Religionswissenschaftler Georg Otto Schmid sehnen sie sich nach der Natur und wollen aus ihrer globalisierten Welt ausbrechen. Bild: epa/how Hwee Young
Junge Schweizer sind auf dem Esoterik-Trip. Sie interessieren sich für geistige Heilung, Tierkommunikation und Wahrsagerei.

Von T. Bircher | 20 minuten

Dass sich die Organisation Ayahuasca International in der Romandie niedergelassen hat und nun öffentlich für Drogenrituale wirbt, alarmiert Suchtexperten. Doch nicht nur die Amazonas-Droge fasziniert die Schweizer. Die Hinwendung zur Spiritualität allgemein erlebt hierzulande ein Revival – vor allem bei den Jungen.

Der Trend funktioniert aber anders als früher, wie Sektenexperte und Religionswissenschaftler Georg Otto Schmid sagt: «Sie interessieren sich im Gegensatz zu den 80er- und 90er-Jahren weniger für die Ideologie oder die Theorie dahinter, sondern greifen nur punktuell auf gewisse Angebote der Esoterik zurück.» Besonders beliebt seien Themen wie Heilung, Alternativmedizin, Wahrsagerei, Tierkommunikation und Jenseitskontakte.

«Esoterik wird heute einfach mit allem verbunden»

Lucius Werthmüller ist Präsident des Basler Psi-Vereins, der Seminare rund um das Thema Spiritualität organisiert. Er sieht an seinen Veranstaltungen immer mehr junge Leute: «Viele finden in den etablierten Religionen keine Antwort mehr auf ihre Fragen und suchen nun woanders.»

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