Koran versus Kreuz


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Christliche Flüchtlinge berichten, sie würden von Muslimen in den Unterkünften drangsaliert. Vor wenigen Tagen nahm sich die CDU-Bundestagsfraktion des Themas an. Entscheidende Fragen aber bleiben offen: Wie oft kommt das vor? Sind es religiöse Konflikte? Oder ist es der Lagerkoller?

Von Michael Hollenbach | Deutschlandfunk

Die freikirchliche Pfingstgemeinde „Alpha und Omega“in Hamburg. Hier hat der 24-jährige Iraner Moustafa eine neue geistliche Heimat gefunden. Vor zwei Monaten hat sich der ehemalige Muslim taufen lassen. Als im Flüchtlingsheim bekannt wurde, dass er und weitere Iraner zum Christentum konvertieren wollen, bekamen sie Ärger mit anderen muslimischen Flüchtlingen:

Nach wochenlangem Mobbing kam es dann zu einem gewaltsamen Übergriff, erzählt Moustafa, ein schlaksiger junger Mann, der seine langen schwarzen Haare zum Zopf zusammengebunden hat:

„Morgens um vier standen sie neben unseren Betten und fingen an, laut den Koran zu rezitieren. Ich war eigentlich wegen des Islam aus dem Iran geflohen und jetzt wurde ich wieder damit konfrontiert. Als sie gesehen haben, dass wir ein Kreuz trugen, haben sie auf den Boden gespuckt und uns als Verräter bezeichnet. Wir standen in der Schlange an, um zu essen und sind dann nach draußen gedrängt worden. Dort haben afghanische Muslime einen von uns attackiert, der Herzprobleme hatte. Dann wollten wir ihn – wir waren zu viert – schützen, aber es kamen noch 20, 30 andere Muslime, die uns geschlagen haben.“

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