Türkischer Satiriker: „Was ist schon witzig?“


Barış Uygur, Bild. Twitter
Mit Zensur kennt sich Baris Uygur aus – das von ihm mitgegründete Satiremagazin ist das meistverkaufte Wochenmedium der Türkei. Im Interview erklärt er, was er von Böhmermanns Schmähgedicht hält.

Ein Interview von Hasnain Kazim | SpON

Darf man Witze über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan machen? Man darf, sagt Baris Uygur, 37 – und tut es auch nahezu wöchentlich, in der von ihm 2007 mitbegründeten Satirezeitschrift „Uykusuz“, auf Deutsch: „Schlaflos“. Das Magazin ist mit etwa 70.000 verkauften Exemplaren die meistverkaufte Wochenpublikation in der Türkei. Vor allem junge, säkulare Türken lieben „Uykusuz“.

Nahezu jedes zweite Heft hat Erdogan zum Titelthema. Der mächtigste Mann des Landes sowie die Regierung in Ankara liefern so viel Stoff, dass es den Satirikern leicht fällt, ihr Magazin zu füllen. Uygur schreibt wöchentlich eine Kolumne und nebenbei Istanbul-Krimis.

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