Linke streiten über ihr Verhältnis zur Kirche


Bild: Die Linke/Landesverband Rheinland-Pfalz
Bild: Die Linke/Landesverband Rheinland-Pfalz
Die Linke ist sich uneins über das Verhältnis von Kirche und Staat. Während ein Parteitagsantrag aus Sachsen auf eine Schwächung der Kirche zielt, wollen andere eine religionspolitische Kommission berufen.

Frankfurter Rundschau

Die Linken-Politikerin Christine Buchholz hat ihre Partei zur Kooperation mit den Kirchen aufgefordert. Angesichts rassistischer Übergriffe auf Flüchtlinge sei „ein starkes Bündnis für eine wache Zivilgesellschaft“ notwendig, sagte Buchholz dem Evangelischen Pressedienst und fügte hinzu: „Ich schätze den Einsatz der Kirchen und Religionsgemeinschaften für Flüchtlinge und gegen Rassismus sehr.“ Für den Bundesparteitag am 28. und 29. Mai in Magdeburg hat Buchholz einen Antrag eingereicht, in dem sie für eine Zusammenarbeit mit den Kirchen eintritt. Sie stellt sich damit gegen einen Parteitags-Antrag aus Sachsen, der auf eine Schwächung der Kirchen zielt.

Der Linken steht damit auf dem Parteitag in Magdeburg ein Streit über ihr Verhältnis zu den Kirchen bevor. Der Landesverband Sachsen fordert eine strikte Trennung von Staat und Kirche und einen religiös neutralen Staat. In ihrem Gegenantrag schlägt die religionspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Buchholz, vor, eine religionspolitische Kommission zu berufen, damit die Linke ihr Verhältnis zu den Religionsgemeinschaften klärt. Der Antrag wird unter anderem von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und dem Fraktionschef im Saarland, Oskar Lafontaine, unterstützt.

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