Vatikan legt Vertrag mit Wirtschaftsprüfern auf Eis


Bild: Katholisches Magazin
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Der Vatikan stoppt vorerst die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Wie am Mittwochgabend bekannt wurde, haben Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und der Substitut des Staatssekretariats, Erzbischof Angelo Becciu, die vatikanischen Ministerien und Verwaltungsbehörden brieflich angewiesen, ihre Ermächtigungsschreiben an PwC zurückzuziehen. Die Briefe datieren bereits vom 12. April.

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Das Internetportal „Vatican Insider“ (Donnerstag) berichtete unter Berufung auf ungenannnte vatikanische Quellen, Hintergrund seien nicht Unstimmigkeiten zwischen dem renommierten Bilanzprüfungsunternehmen und den Auftraggebern. Vielmehr gebe es offenbar Beanstandungen am Verfahren des Vertragsabschlusses. Demnach soll der Präfekt des Wirtschaftssekretariats, Kardinal George Pell, PwC im vergangenen Jahr eigenmächtig beauftragt haben. Laut Statuten ist eigentlich der vom Münchner Kardinal Reinhard Marx geleitete Wirtschaftsrat, der das Wirtschaftssekretariat beaufsichtigt, für die Auftragsvergabe an Wirtschaftsprüfer zuständig. Den Angaben zufolge umfasste der Vertrag mit PwC ein Volumen von drei Millionen Euro über drei Jahre.

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