Heute zeigt Erdogan, was für ein Feigling er ist


Bild: FB
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In der Türkei stehen die ersten von 1128 Wissenschaftlern vor Gericht, weil sie Erdogans Kurdenpolitik gebrandmarkt haben. Der Fall zeigt, wie sehr der Präsident Kritik fürchtet und wie ungeniert er die Türken ihrer Rechte beraubt.

Eine Analyse von Marc Drewello | stern.de

Recep Tayyip Erdogan hat Angst: Angst vor Kritik, Angst vor Machtverlust, Angst vor der Wahrheit. Deshalb geht der türkische Präsident erbarmungslos gegen jeden vor, der es wagt, seine Politik oder gar seine Person infrage zu stellen. Das trifft Jan Böhmermann, aber vor allem trifft es die Menschen in der Türkei. Ein trauriger Beleg für  Erdogans angstgetriebenes Bestreben, sein eigenes Volk einzuschüchtern und die Meinungsfreiheit abzuschaffen, ist der Prozess gegen vier Akademiker, der jetzt in Istanbul beginnt. Die Angeklagten müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie mit 1124 weiteren Wissenschaftlern einen öffentlichen Aufruf unterzeichnet haben, in dem sie die Kurdenpolitik der Regierung kritisieren. Der Vorwurf gegen die Angeklagten: Propaganda für eine terroristischen Vereinigung. Die mögliche Höchststrafe: siebeneinhalb Jahre Gefängnis.

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