Stephen Fry: „Warum sollte ich einen launischen, bösartigen, dummen Gott respektieren?“


Screenshot des berühmten „Gott ist böse“-Interviews mit Stephen Fry. Bild. hpd.de
Im vergangenen Jahr hatte Stephen Frys „Gott ist böse“-Interview in den Sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. Nun wurde dieses Interview für den Sandford St. Martin-Preis nominiert, mit dem herausragende Leistungen in religiösen Radio- und Fernsehprogrammen ausgezeichnet werden.

Von Daniela Wakonigg | hpd.de

Dass ein Interview mit ihm für einen religiösen Medienpreis nominiert wird, dürfte Stephen Fry ziemlich überrascht haben. Der Autor und Schauspieler Fry ist bekennender Atheist und berühmt dafür, dass er mit seiner Meinung zu Themen rund ums Religiöse nicht hinter dem Berg hält. Wahrscheinlich war dies einer der Gründe für seine Einladung in die Religions-Sendung „The Meaning of Life“ („Der Sinn des Lebens“) des öffentlich-rechtlichen irischen Fernsehsenders RTÉ One im Februar 2015. Im Laufe der Sendung stellte Moderator Gay Byrne seinem atheistischen Gast die Frage, was er denn tun würde, falls er nach seinem Tod doch unerwarteterweise vor der Himmelspforte stünde und den Herrgott träfe. Fry sagte es ihm:

„Ich würde sagen: Knochenkrebs bei Kindern? Was soll das denn bitte? Wie kannst du es wagen! Wie kannst du es wagen, eine Welt zu schaffen, in der es so viel Elend gibt, das wir nicht verschuldet haben? Das ist nicht in Ordnung! Das ist durch und durch böse. Warum sollte ich einen launischen, bösartigen, dummen Gott respektieren, der eine Welt erschaffen hat, die voll Ungerechtigkeit und Schmerz ist? Das ist das, was ich sagen würde.“

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