Jesuit will unter Muslimen für Christentum werben – auch in Raqqa?


islam_christentum

Der Islamwissenschaftler und Jesuit Christian Troll hat dazu aufgerufen, muslimische Flüchtlinge stärker für den christlichen Glauben zu interessieren. Es gehe dabei nicht um aggressive und aufdringliche Missionierung in Flüchtlingsunterkünften, sagte er im Interview von Radio Vatikan (Samstag). Vielmehr sollten Christen mit offenen Gesprächsangeboten die Menschen erreichen, die auf der Suche nach neuen spirituellen Antworten auf ihr Leben seien.

katholisch.de

Denn in einem Land wie Deutschland mit Religionsfreiheit „bestehe für Muslime erstmals die Möglichkeit, sich frei über Jesus und seine Lehre zu informieren, und damit haben sie nun erstmals die Chance, ungehindert in Weltanschauungsfragen eine eigene Entscheidung zu treffen“, so Troll. Allerdings sehe er da auf katholischer Seite noch viele Defizite. Katholiken müssten ihren Glauben stärker als Geschenk begreifen und den Wunsch haben, ihn weiterzugeben. Wenn es darum gehe, Menschen anzusprechen, die auf Bahnhöfen stünden und kaum Ansprechpartner fänden, „ja, wozu sind wir Katholiken da?“ Nach Trolls Beobachtung gibt es „erstaunlich viele junge nichtchristliche Flüchtlinge“, die sich für das Christentum interessieren und von sich aus an Christen herantreten. „Das ist bei einigen eindeutig die Suche nach der wahren Religion, die Suche, das Evangelium kennenzulernen.“

weiterlesen

2 Comments

Kommentare sind geschlossen.