Neuer Streit mit Türkei: Interneteintrag mit „Völkermord“ bleibt


Nach der „extra-drei“-Satire und dem „Schmähgedicht“ von Jan Böhmermann nun ein Musikprojekt aus Dresden: Schon zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen reagiert die Türkei auf deutsche Kunst und Kultur und zieht damit ihrerseits Kritik auf sich.

evangelisch.de

Auch nach einer mutmaßlichen neuen Einflussnahme der Türkei: Der Interneteintrag auf einer EU-Website über ein Dresdner Musikprojekt, in dem die türkischen Massaker an den Armeniern als „Völkermord“ bezeichnet werden, war am Montag weiterhin online. Unterdessen gab es weiter Kritik am Vorgehen der Türkei.

Die Dresdner Sinfoniker hatten der Türkei am Sonntag in einer Erklärung versuchte Einflussnahme auf die EU-Förderung des Konzertprojekts „Aghet“ vorgeworfen. Der armenische Begriff „Aghet“ (dt.: Katastrophe) steht für den Genozid an der christlichen Minderheit im Osmanischen Reich mit bis zu 1,5 Millionen Toten, der vor 101 Jahren im Ersten Weltkrieg begann. Die Türkei wehrt sich gegen diese Einstufung des Massakers zwischen 1915 und 1917 als Genozid.

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