Niederländer sollen mit Kritik an Erdogan vorsichtig sein

© AFP Warnt vor den Folgen kritischer Äußerungen zur Türkei: der niederländische Außenminister Bert Koenders.
Was die Ausweitung von Erdogans Zensurzone auf ganz Europa bewirkt, zeigt sich in den Niederlanden: Der Außenminister warnt vor den Folgen, die kritische Äußerungen zur Türkei haben könnten.

Frankfurter Allgemeine

Vor dem Hintergrund der Debatte um Meinungsfreiheit in der Türkei hat der niederländische Außenminister Bert Koenders seine Landsleute zur Vorsicht gemahnt. Es gebe „keine Garantien“ für Niederländer, die sich etwa in sozialen Netzwerken kritisch zur türkischen Führung geäußert hätten und dann in die Türkei reisten, sagte Koenders bei einer Parlamentsdebatte am Dienstag.

Er äußerte sich dabei auch zu der in der Türkei festsitzenden niederländischen Journalistin Ebru Umar. „Wir hatten gerade einen Fall, der exakt zeigt, was passieren kann“, sagte Koenders. Die Journalistin türkischer Abstammung war am Wochenende wegen kritischer Äußerungen über Präsident Recep Tayyip Erdogan in der Türkei festgenommen und stundenlang verhört worden. Am Sonntag kam sie wieder frei, sie darf das Land aber nicht verlassen.

weiterlesen

Advertisements

Rätselhafte neue „Lichtkraft“ entdeckt

Licht übt unter bestimmten Bedingungen eine ganz schwache Kraft aus, die senkrecht zur Wellenrichtung wirkt. © O’Luk/ thinkstock
Unbekannter Effekt: Forscher haben ganz neue Kraft des Lichts nachgewiesen, die in bestimmten optischen Felder auftreten kann. Dieses rätselhafte Spinmoment wirkt nicht wie der Strahlungsdruck in Richtung der Lichtausbreitung, sondern senkrecht dazu. Weil dieser Effekt extrem schwach ist, gelang der Nachweis nur mit Hilfe eines hochsensiblen Nano-Messbalkens. Ihre Existenz jedoch liefert ganz neue Einblicke in die fundamentale Wechselwirkung von Licht und Materie, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Physics“.

scinexx

Licht erscheint zwar als rein ätherisches Phänomen, doch die Strahlung beispielsweise der Sonne übt durchaus eine Kraft aus. Dieser Strahlungsdruck sorgt beispielsweise dafür, dass der Schweif eines Kometen immer von der Sonne wegzeigt, dass Asteroiden rotieren oder künftig vielleicht Raumsonden mit Hilfe eines gigantischen Sonnensegels durch das Sonnensystem fliegen.

weiterlesen

Religionspolitik: Warum das Zögern der Politik die AfD stark macht

Der Münsteraner Politikwissenschaftler Ulrich Willems (Sarah Batelka)
Der Münsteraner Politikwissenschaftler Ulrich Willems fordert eine neue Religionspolitik. Wegen der bisherigen Versäumnisse habe sich das Misstrauen gegenüber dem Islam einnisten können. Nicht nur Muslime, auch Konfessionslose würden benachteiligt. Über wichtige Themen wie Kirchensteuer, Beschneidung oder das Kopftuch werde nur noch im Krisenmodus diskutiert, sagte er im DLF.

Ulrich Willems im Gespräch mit Monika Dittrich | Deutschlandfunk

Monika Dittrich: Der Politikwissenschaftler Ulrich Willems hat der deutschen Politik auf diesem Feld kürzlich ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Die Parteien hätten die Religionspolitik zu lange vernachlässigt.  Ulrich Willems ist Professor an der Universität Münster, wo er auch dem Exzellenzcluster Religion und Politik angehört. Jetzt ist er uns zugeschaltet – guten Morgen Herr Willems!

Ulrich Willems: Einen schönen guten Morgen, Frau Dittrich, und auch einen schönen guten Morgen Ihren Hörerinnen und Hörern!

Dittrich: Herr Willems, Sie üben scharfe Kritik an der Bundesregierung und den etablierten Parteien. Was haben die versäumt?

Willems: Spätestens seit 1990, seit der deutschen Wiedervereinigung steht eine Reform der religionspolitischen Ordnung der Bundesrepublik auf der Tagesordnung. Das hat damit zu tun, dass die religionspolitische Ordnung, die man Ende der 40er Jahre, Anfang der 50er Jahre verabschiedet hat, gewisse Asymmetrien aufweist. Sie räumt den Kirchen einen besonderen Status ein. Und zugleich ist spätestens seit 1990 deutlich geworden, dass die größte religiöse Minderheit – die Muslime – im Land bleiben werden. Seitdem warten wir darauf, dass die Politik Vorschläge vorlegt. Wenn Sie sich ansehen, was seitdem passiert ist: Wir haben immer noch nicht in allen Bundesländern islamischen Religionsunterricht, obwohl Religionsgemeinschaften nach Artikel 7, Absatz 3 darauf Anspruch haben; die Frage des Körperschaftsstatus für Religionsgemeinschaften ist noch nicht geregelt; erst seit 2012 – und das auch im Rahmen erst eines Modellversuches – gibt es islamische Fakultäten an vier Universitäten in der Bundesrepublik. Also man sieht, es hat sehr, sehr lange gedauert. Die Fragen sind immer noch nicht durchdiskutiert. Das Problem besteht darin, dass die Muslime – wenn wir über diese Gruppe vornehmlich reden – dementsprechend immer vehementer ihr Recht auf gleiche Religionsfreiheit fordern. Und dann entsteht der Eindruck, da wolle eine Gruppe jetzt in irgendeiner Art und Weise Sonderrechte erlangen. Das ist der Diskussion nicht förderlich.

weiterlesen

Erdogans True-Love-Graffiti in der Region Zürich unterwegs

Bild: watson.ch
Pendler in der Region Zürich dürften am Dienstagabend nicht schlecht gestaunt haben, als plötzlich eine S-Bahn mit einem «Erdogan-Schmähgraffiti» an ihnen vorbeidüste. Auf dem SBB-Wagon prangte der Schriftzug: «Erdogan + Ziegen = True Love».

watson.ch

Damit nehmen die Sprayer, welche vermutlich der Graffiti-Crew «True Love» angehören, Bezug auf das zensierte Schmähgedicht des deutschen Satirikers Jan Böhmermann. Dieser unterstellte dem türkischen Präsidenten, dass er Geschlechtsverkehr mit Ziegen habe. «Am liebsten mag er Ziegen ficken.»

weiterlesen

Studie: Religion spielt für Integration geringere Rolle als angenommen

Gehört der Islam zu Deutschland? Die Deutschen sind in dieser Frage zwiegespalten. (Foto: Carsten Koall/Getty)
Das fanden Forscher in einem Gutachten heraus. Entscheidend für den Erfolg in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt sei der soziale Hintergrund.
 

Von Jan Bielicki | Süddeutsche.de

Alle reden vom Islam – doch nach Ansicht führender deutscher Migrationsforscher wird die Rolle, die Religion für die Integration von Einwanderern spielt, „allgemein überschätzt“. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen sehen die Wissenschaftler keine belastbaren Belege dafür, dass die Religion oder die Religiosität eines Migranten dessen Teilhabe an Bildung oder Arbeitsmarkt grundsätzlich erschwert. Zum anderen lassen sich für sie Unterschiede, die es bei der Integration verschiedener religiöser Gruppen gibt, auch „nicht in erster Linie“ auf die Religionszugehörigkeit zurückführen.

Zentraler Erklärungsfaktor für Erfolg und Misserfolg in der Schule und am Arbeitsmarkt „ist und bleibt der soziale Hintergrund“, heißt es in dem Jahresgutachten, das der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) am Dienstag in Berlin vorstellte.

weiterlesen

Erster Blick in einen extraterrestrischen See

Ligeia Mare ist der zweitgrößte See des Saturnmonds Titan. © NASA/JPL-Caltech/ ASI/Cornell
Flüssiges Methan und organischer Schlamm: NASA-Raumsonde Cassini hat neue Überraschungen vom Saturnmond Titan geliefert. Der zweitgrößte See des Mondes besteht demnach tatsächlich aus fast reinem Methan, statt wie zuvor angenommen aus Ethan. Zudem entdeckte die Sonde mit Hilfe von Radarmessungen, dass sich am Grund des erstaunlich tiefen Sees eine dicke Schlammschicht aus organische Ablagerungen befindet.
 

scinexx

Der Saturnmond Titan ist einzigartig im Sonnensystem, denn er besitzt ein dynamisches, verblüffend erdähnliches Klimasystem: Es gibt Vulkane, Regen, Wolken und eisbedeckte Seen – allerdings enthalten sie kein Wasser, sondern flüssige Kohlenwasserstoffe wie Methan und Ethan. Unter der eisigen Oberfläche des Mondes verbirgt sich zudem wahrscheinlich ein salziger Ozean.

weiterlesen

Täterorganisation Kirche: Missbrauchsopfer wurden nicht unter Druck gesetzt

missbrauch_kathol

Das Erzbistum Freiburg wendet sich gegen den Vorwurf des ARD-Magazins «Report Mainz», Missbrauchsopfer bei Verhandlungen über Entschädigungszahlungen unter Druck gesetzt zu haben.

kath.net

Das Erzbistum Freiburg wendet sich gegen den Vorwurf des ARD-Magazins «Report Mainz», Missbrauchsopfer bei Verhandlungen über Entschädigungszahlungen unter Druck gesetzt zu haben. Bei den Gesprächen mit Missbrauchsopfern aus dem südbadischen Ort Oberharmersbach habe es keine Drohungen oder vergleichbare Äußerungen gegeben, sagte ein Bistumssprecher am Dienstag auf Anfrage. «Report Mainz» zitiert einen Betroffenen mit den Worten: «Es hieß damals, entweder geben wir uns mit 20.000 Euro zufrieden oder wir bekommen halt nichts.» Ein anderer Mann warf der Kirche laut «Report» vor, ihn nach der Geldzahlung im Stich gelassen zu haben.

weiterlesen

Hunderte Strafanzeigen gegen Böhmermann

Screenshot: youtube
Screenshot: youtube
Mehrere hundert Menschen haben bei der Mainzer Staatsanwaltschaft offenbar Strafanzeige gegen ZDF-Moderator Jan Böhmermann gestellt. Auch deswegen könne es noch keinen Zeitpunkt für eine Entscheidung in dem Beleidigungsverfahren geben.
 

Frankfurter Allgemeine

Bei der Staatsanwaltschaft in Mainz sind viele hundert Strafanzeigen gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann eingegangen. „Die Strafanzeigen bewegen sich geschätzt im oberen dreistelligen Bereich“, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller der „Rheinischen Post“. Der Zeitpunkt für eine Entscheidung in dem Beleidigungsverfahren lasse sich noch nicht prognostizieren. Die Staatsanwaltschaft will zuvor auch Böhmermann selbst hören.

weiterlesen

Käse: Milben als Aromabringer

Ein Laib Milbenkäse – er sieht auf den ersten Blick ganz harmlos aus. © Dundak (Ivo Bauer), wikipedia / CC-by-sa 3.0
Wimmelndes Leben im Käse: Der Würchwitzer Milbenkäse ist berühmt – nicht nur für seine winzigen tierischen Produzenten, sondern vor allem wegen seines ungewöhnlichen Zitrusaromas. Jetzt haben Forscher herausgefunden, was dem Käse diesen Geschmack verleiht: Es ist ein Abwehrsekret der Milben, das sie versprühen, wenn der Käse zerteilt oder angeschnitten wird.

scinexx

Wenn Milben einen Käse befallen, gilt er normalerweise als verdorben. Nicht so beim Würchwitzer Milbenkäs“: Dieser wird bei der Herstellung absichtlich mit tausenden dieser winzigen Spinnentiere versetzt. Die Milben leben dann mehrere Monate auf dem Käse und verzehren neben dem für sie als Futter zugesetzten Roggenmehl auch kleine Käseanteile. Ihr Speichel wiederum regt die Fermentation des Käses an und unterstützt so dessen Reifung.

weiterlesen

Steinmeier gibt Akten über Sekte „Colonia Dignidad“ frei

Colonia Dignidad heute. / Bild: (c) AFP (Claudio Reyer)
Das Material wäre noch bis zu zehn Jahre unter Verschluss geblieben. Die deutsche Diplomatie habe zu wenig für die Opfer getan, sagt Steinmeier.

Die Presse.com

Das deutsche Auswärtige Amt gibt seine Akten über die berüchtigte frühere Deutschen-Siedlung „Colonia Dignidad“ in Chile vorzeitig für die Öffentlichkeit frei. Dies kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstagabend in Berlin an. Normalerweise wäre das Material noch bis zu zehn Jahre unter Verschluss geblieben. Zugleich gab Steinmeier zu, dass die deutsche Diplomatie zu wenig unternommen habe, um den Opfern der „Colonia Dignidad“ zu helfen.

Die etwa 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago gelegene Siedlung war Anfang der 1960er-Jahre von deutschen Auswanderern gegründet worden. Ihr Anführer Paul Schäfer schuf dort eine Art Sekte. Ohne seine Erlaubnis durfte niemand das mit Stacheldraht abgeriegelte Gelände verlassen. Während der chilenischen Militärdiktatur (1973-1990) wurde dort auch gefoltert.

weiterlesen

Erdogan distanziert sich von Kahraman

Bild: FB
Bild: FB
Staatschef Erdogan distanziert sich von den Forderungen des Parlamentspräsidenten Kahraman, eine islamische Verfassung einführen zu wollen. Kahraman habe nur seine „persönliche Meinung“ geäußert.

Frankfurter Rundschau

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat sich von der Forderung von Parlamentspräsident Ismail Kahraman nach einer islamischen Verfassung distanziert. Kahraman habe nur seine „persönliche Meinung“ geäußert, sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstagabend bei einem Besuch in Zagreb. Der türkische Staat halte die gleiche Distanz zu allen Religionen. „Das ist Säkularismus.“

Auch die islamisch-konservative Regierungspartei AKP grenzte sich von der Forderung ihres Mitglieds Kahraman ab. Das Prinzip des Säkularismus solle nach den Vorstellungen der AKP auch Eingang in die neue Verfassung finden, sagte Parteisprecher Ömer Celik laut Anadolu. Die AKP sei aber für einen „libertären Säkularismus“, nicht für eine „militante“ Trennung von Staat und Religion.

weiterlesen

Diebe: Schädelfragmente einer toten Herzogin gestohlen

Hl. Hedwig, Niederbayern um 1410–1420. Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Domdekan Johannes zu Eltz zum Diebstahl der Dauerleihgabe des Bistums Görlitz: „Wir sind dem Vertrauen des Bistums, seinen Schatz zu hüten, nicht gerecht geworden.“

kath.net

„Wir sind dem Vertrauen des Bistums, seinen Schatz zu hüten, nicht gerecht geworden.“ Dies sagte Johannes zu Eltz, katholischer Stadtdekan und Dompfarrer, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtete. Aus dem Frankfurter Bartholomäusdom war am Montag die Reliquie der hl. Hedwig von Schlesien gestohlen worden. Zu Eltz ging davon aus, „dass das Glitzern der Monstranz den Dieb buchstäblich geblendet hat“, allerdings habe der vergoldete Strahlenkranz, in dem Schädelpartikel eingefasst waren, keinen hohen materiellen Wert.

Es gehe aber um den spirituellen Wert, die Reliquie stehe „gleichsam körperlich für die Verehrung der Herzogin“, so zu Eltz. „Sinn der Aufbewahrung im Dom war es, einen Ort zu schaffen, an dem sie von Gläubigen verehrt werden kann“. Die Reliquie aus Schädelfragmenten ist eine Dauerleihgabe des Bistums Görlitz an den Kaiserdom.

weiterlesen

Witwer von Paris-Anschlag-Opfer: „Ich wähle lieber die Freiheit als den Hass“

Antoine Leiris, 35, ist freiberuflicher Journalist in Paris. Sein Buch „Meinen Hass bekommt ihr nicht“, ist im Verlag Blanvalet erschienen, umfasst 114 Seiten und ist als E-Book erhältlich ab 14. April, ab 9. Mai als gedruckte Ausgabe © Lizzie Sadin
Antoine Leiris’ Frau wurde im November bei den Anschlägen in Paris erschossen. Er reagierte mit einem offenen Brief, der um die Welt ging. Ein Gespräch über Trauer und die Weigerung, Terror zu hassen.

Interview: Andrea Ritter | stern.de

Monsieur Leiris, in Brüssel ist es den Terroristen wieder gelungen zuzuschlagen, wieder ist unsere Angst ein Stück größer geworden.

Ich kann jeden Menschen verstehen, der Angst hat. Das ist ein individuelles Gefühl. Jeder geht anders damit um. Der eine zieht sich zurück, der andere reagiert mit Offenheit. Meine Haltung ist, dass ich mich nicht einschüchtern lassen will. Ich verteidige meine Freiheit, meine Werte.

Während der Anschläge von Paris im vergangenen November wurde Ihre Frau Hélène im Musikclub Bataclan erschossen. Sie reagierten darauf mit einem offenen Brief an die Terroristen: „Meinen Hass bekommt ihr nicht.“ Sie schrieben, dass Sie Hass und Wut nicht zulassen werden, dass Sie Ihre Freiheit niemals der Sicherheit opfern. Ihr Brief ging um die Welt – und Sie gelten seitdem als Symbol des Widerstandes gegen den Terror. Ist Ihnen diese Rolle recht?

Ich kann gut damit leben, ein Symbol zu sein. Denn das heißt ja, dass es nicht um mich als Person geht, sondern um meine Worte. Ich bin ja kein Widerstandskämpfer. Ich bin jemand, der versucht, klarzukommen. Wenn jemand wie ich, der vom Terror aufs Härteste getroffen wurde, sagt, ich wähle den Weg der Kultur, des Intellekts; ich wähle Freiheit und Sensibilität, Humanismus, nicht Hass und Rohheit – das ist dann ein Symbol, glaube ich.

weiterlesen

Gericht bewertet „lebenslänglich“ als unmenschlich

Lebenslänglich verurteilte Straftäter müssen eine Chance auf eine vorzeitige Freilassung haben. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden.

evangelisch.de

Jemandem eine notwendige psychiatrische Behandlung zu verwehren und ihn wegen eines weiter bestehenden Sicherheitsrisikos für die Allgemeinheit weiter in Haft zu behalten, stelle eine unmenschliche und erniedrigende Behandlung dar, entschied am Dienstag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. (AZ: 10511/10) Im konkreten Fall ging es um einen Niederländer, der auf der Karibikinsel Curaçao wegen Mordes an einem sechsjährigen Mädchen eine lebenslange Haftstrafe absaß. Ein Gutachter hatte den Straftäter als „zurückgeblieben, kindlich und narzisstisch“ eingestuft. Wegen seiner Persönlichkeitsstruktur bedürfe er über einen längeren Zeitraum einer Therapie.

Der Gefangene rügte, dass er in der Haft keine Behandlungsmöglichkeiten wahrnehmen könne. Damit habe er auch keine Chance auf eine vorzeitige Freilassung. Die zuständigen Gerichte entschieden jedoch, dass die lebenslängliche Haftstrafe notwendig sei, um die Allgemeinheit vor dem Mann zu schützen.

weiterlesen

Creationist Ken Ham faces wrath of Twitter over rant about ‘secularists’ making fun of his ‘stupid’ ark

Ken Hamm and wife Mally in front of theme park ark — Ken Ham Twitter
After premiering one of  the first commercials promoting his Ark Encounter theme park, creationist Ken Ham took to Twitter to rage at the secularists whom he thinks “want to suppress the wickedness of man” by making fun of his tax-funded religious entertainment center.

By Tom Boggioni | RawStory

Ham,  who heads up Answers in Genesis — a Christian ministry dedicated to disproving evolution by using the Bible to explain that Earth is only 6,000 years old — went off in a Twitter rant Monday morning  complaining about non-believers making “moral judgments” that he believes mocks God’s words.

On Twitter, Ham wrote: “Secularists accuse God of being immoral as He judged at the Flood but ignore the fact they’ve no absolute basis to make any moral judgment,” before later tweeting, “Secularists mock at because they want to suppress the wickedness of man and that we’re all under judgment by a Holy God.”

He continued, “Secularists mock as they don’t want to acknowledge they are in need of the Ark of salvation–Noah’s Ark is a picture of Jesus.”

read more

Gedächtnis der Pflanzen enträtselt?

Verhelfen Prionen der Ackerschmalwand und anderen Pflanzen zu ihrem Gedächtnis? © Suisetz/ CC-by-sa 3.0
US-Forscher könnten dem rätselhaften Gedächtnis der Pflanzen auf die Spur gekommen sein: Sie haben erstmals entdeckt, dass sich bestimmte Pflanzenproteine in Prionen umwandeln können. Diese Moleküle können nicht nur Informationen speichern und übertragen, sie beeinflussen auch Anlagerungen im Erbgut – und könnten so die Basis des Pflanzengedächtnisses bilden, so die Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

scinexx

Pflanzen haben nach gängiger Lesart kein Gehirn, keine Nerven und können schon gar nicht denken. Aber trotzdem scheinen diese vermeintlich gefühl- und bewusstseinslosen Wesen eine Art Gedächtnis zu besitzen. Sie merken sich beispielsweise vergangene Kälteperioden und richten ihren Blühzeitpunkt danach und die fleischfressende Venusfliegenfalle kann sogar zählen und sich das Ergebnis merken.

weiterlesen

WDR-Werbung mit umgedrehtem Kreuz

Bild: wdr1.de/1live
Ein umgedrehtes Kreuz ist auf der Pandamaske des Rappers Cro, mit dem der WDR Werbung für den Musiksender „1-live“ machte.

kath.net

Ein umgedrehtes Kreuz ist auf der Pandamaske des Rappers Cro, mit den der WDR Werbung für seinen Musiksender „1-live“ machte. Die Werbung im Kölner Raum im März häufig zu sehen gewesen. Ein Leser schrieb kath.net, dass er das umgedrehte Kreuz als aggressives antichristliches Symbol empfunden habe. Außerdem erläuterte der Leser, dass er den WDR, die GEZ-Stelle sowie die katholische und evangelische Kirche Köln mit der Bitte um Stellungnahme angeschrieben habe, allerdings sei ihm nicht geantwortet worden.
Der Musiker trägt seit Jahren Pandamasken als Markenzeichen. Darauf sind die umgedrehten Kreuze mal in feinerer, mal in kräftigerer Ausgabe zu finden. Teilweise benutzt er auch Masken ohne umgedrehtes Kreuz, dem WDR wäre also auch Bildmaterial zur Verfügung gestanden, das auf Christen nicht anstößig gewirkt hätte.

weiterlesen

Diskriminierung von Aleviten: Menschenrechtsgerichtshof verurteilt Türkei

Europa

Die Türkei verletzt nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte die schätzungsweise 20 Millionen Aleviten im Land in ihrer Religionsfreiheit.

evangelisch.de

Sie seien ohne objektive und einsichtige Begründung deutlich schlechter gestellt als die Mehrheit der sunnitischen Muslime, entschieden die Straßburger Richter am Dienstag. Damit hatte eine Beschwerde von mehr als 200 Aleviten Erfolg. Sie wollen unter anderem erreichen, dass ihre Gebetshäuser und Gottesdienste offiziell anerkannt werden.

Als zweitgrößte türkische Religionsgemeinschaft erheben sie zudem Anspruch auf staatliche Fördermittel und treten dafür ein, dass ihre religiösen Führer Beamtenstatus bekommen. Die Regierung in Ankara hatte ein entsprechendes Gesuch 2005 zurückgewiesen. Türkische Gerichte bestätigten diese Entscheidung. Sie wurde damit begründet, dass die Aleviten eine religiöse Bewegung innerhalb des Islams seien.

Nach Auffassung der Straßburger Richter verkennt das den religiösen Charakter des alevitischen Glaubens, der tief in der türkischen Geschichte und Gesellschaft verankert sei. Wie sie ihre Religion verstehen, sei Sache der Gläubigen und nicht des Staates.

weiterlesen

This VR Tour of Chernobyl Eerily Compares Scenes Before and After the Fallout

This Tuesday marks the 30th anniversary of the Chernobyl disaster, which remains the worst nuclear accident in history. On April 26, 1986, the plant’s infamous reactor four experienced a spike in power that sparked a catastrophic meltdown. Thirty-one people were killed during the event itself, and radiation poisoning has since affected millions of people within the massive fallout zone.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

In the decades since, the power plant has been abandoned to ruin and reclamation by the surrounding wilderness, as has its host city of Pripyat, which has made the region a popular destination for adventurous tourists. But soon, anyone with a VR headset will be able to explore the eerie landscape thanks to the Chernobyl VR Project, an immersive virtual tour currently being developed by Polish game development company The Farm 51.

The development team acquired scientific permits to explore and film areas off limits to the public

The game is set for release this June on Oculus Rift, but the team released a sneak peek of the graphics and design for the 30th anniversary. With 360-degree views and ghostly apparitions of life before the fallout, the new trailer offers a chilling look at Chernobyl, past and present.

read more