Stoßzähne im Wert von 100 Millionen Dollar angezündet


© dpa Kenias Präsident Mwai Kibaki hat den ersten Haufen Stoßzähne im Tsavo West National Park in Brand gesetzt.
Kenia will ein Zeichen gegen Wilderei setzen und lässt dafür mehr als 100 Tonnen Elfenbein in Flammen aufgehen.

Von Claudia Bröll | Frankfurter Allgemeine

Im Nationalpark von Nairobi hat man sich am Samstag auf ein Riesenspektakel vorbereitet: ein Dutzend mehr als zwei Meter hohe Elfenbein-Türme wurden feierlich angezündet. Noch nie zuvor wurde so viel Elfenbein auf einmal vernichtet: 105 Tonnen Elefantenstoßzähne und 1,5 Tonnen Nashorn-Hörner hatten die Behörden sorgsam aufeinander schichten lassen.

Von der Ferne sahen die kegelförmigen Gebilde wie harmlose Strohballen aus. Doch die kenianische Regierung hat ein ernstes Anliegen: Sie will mit dem Feuerspektakel gegen den Handel mit Elfenbein protestieren und auf den Schutz der Elefanten aufmerksam machen. „Es wird mir eine Freude sein, mehr als 100 Tonnen Elfenbein in Brand zu setzen, und damit einen Beitrag zu leisten, um Wilderern und ihren Komplizen das Handwerk zu legen“, schrieb der Präsident Uhuru Kenyatta in der kenianischen Zeitung „The Star“. „Wenn wir nichts unternehmen, werden unsere Kinder die ersten Afrikaner in 10.000 Jahren sein, die ohne diese schönen Tiere aufwachsen“.

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