Dresden: „Aghet“ trotz Intervention der Türkei aufgeführt


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Erstmals seit der Beschwerde der Türkei gegen das armenisch-türkische Musikprojekt „Aghet“ ist das Werk aufgeführt worden. „Eigentlich müssten wir Erdogan dankbar sein“, sagt der Intendant Dieter Jaenicke.

Frankfurter Rundschau

Erstmals seit der Intervention der Türkei gegen das Musikprojekt «Aghet» ist das Werk wieder aufgeführt worden. Das Projekt war zum 100. Jahrestag des Massakers an den Armeniern initiiert worden.

Die Dresdner Sinfoniker und Gastmusiker bekamen am Samstagabend im ausverkauften Festspielhaus Hellerau in Dresden tosenden Beifall.

Die um Musiker aus der Türkei, Armenien und Mitglieder des No Borders Orchestra aus Staaten des früheren Jugoslawien verstärkten Sinfoniker hatten «Aghet» Ende November 2015 in Berlin uraufgeführt. Sie wollen damit ein Zeichen der Versöhnung setzen. Die Idee dazu stammt von dem deutsch-türkischen Gitarristen Marc Sinan. «Aghet» ist dessen Großmutter gewidmet, die die Gräueltaten als Kind überlebte. Das Hauptstück ist geschrieben für Orchester, Frauenchor und Sprechstimme.

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