Hirnforscher: „Wir brauchen den Glauben an ein Jenseits“


Lage der Hippocampi (rot) im menschlichen Gehirn: Ansicht von unten (die Stirn liegt im Bild oben)
Lage der Hippocampi (rot) im menschlichen Gehirn: Ansicht von unten (die Stirn liegt im Bild oben)

Der Freiburger Hirnforscher Prof. Robert-Benjamin Illing ist der Meinung, dass das Bedürfnis nach Transzendenz angeboren ist.

kath.net

„Wenn wir die Idee eines Göttlichen nicht fassen könnten, wären wir der Sinnkrise ausgeliefert, unsere Lebensfähigkeit würde unterhöhlt. Wir brauchen den Glauben an ein irgendwie geartetes Jenseits und eine höhere Instanz“, sagte der Wissenschaftler in einem Interview mit der Tageszeitung „Märkische Allgemeine“ (Potsdam). Die Hoffnung, dass ein Gott angesichts drohender Sinnlosigkeit letzten Endes für Sinn und Gerechtigkeit sorge, bestehe nach wie vor. Nach Ansicht des Neurobiologen ist Religion noch immer das dominierende Modell der Sinngebung. Aber es gebe auch Ersatzmodelle: „Wir können versuchen, das Gefühl der Sinnlosigkeit durch Konsum, esoterische Vorstellungen, Ideologien oder unseren Fußballverein zu überspielen.“ Er bezweifle allerdings, dass diese Modelle über Generationen hinweg tragfähig seien, so der Neurobiologe.

weiterlesen

2 Comments

  1. Ich brauch das Jenseits nicht. Wenn Hr. Prof. Illing möchte, vererbe ich ihm mein Gehirn, damit herausfindet, welche Evolutionsstufe Atheisten wie ich erreicht haben, dass wir uns vom Mem-Wurm Religiotie befreien konnten bzw. dagegen immun sind.

    Gefällt mir

  2. Wer´s braucht, ok, von mir aus. Was man aus der Illing´schen-Vorstellung erkennen kann ist , dass der Mensch immer noch eine ziemlich unfertige Konstruktion ist. Vielleicht schafft es die Evolution ja doch noch diesen Makel abzustellen bevor sie das Projekt möglicherweise mal ganz ad acta legt ?

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.