Schuf „kochendes“ Wasser die Mars-Rinnen?


Sich verändernde Rinnen an einige Kraterhängen des Mars deuten auf die zumindest zeitweilige Existenz flüssigen Wassers hin – auch heute noch. © NASA/JPL/ University of Arizona
Paradoxer Effekt: Forscher könnten das Geheimnis der marsianischen Hang-Rinnen gelüftet haben. In einem Experiment haben sie herausgefunden, wie eine winzige Menge Schmelzwasser trotzdem eine verblüffend große Rinne hinterlassen kann: Weil das Wasser in der dünnen Marsluft sofort anfängt zu kochen, reißt es Sandkörner in die Höhe – und das löst Minilawinen aus, die im Laufe der Zeit die Rinnen bilden, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.
 

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Der Mars war zwar einst durchaus wasserreich, doch heute ist er längst zu kalt und seine Atmosphäre zu dünn, um flüssiges Wasser lange halten zu können: Es gefriert oder verdampft, sobald es an die Oberfläche tritt. Das allerdings bedeutet nicht, dass es auf dem Roten Planeten gar kein flüssiges Wasser mehr gibt: Der Nachweis von chlorhaltigen Salzen im Untergrund und an den sich verändernden Rinnen einiger Kraterhänge sprechen dafür, dass sich zumindest sehr kurzzeitig Wasser oder Sole bilden könnten.

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