Wie Vorurteile unsere Wahrnehmung manipulieren


Fröhlich, neutral oder wütend? Stereotypen beeinflussen die visuelle Wahrnehmung © image source white/ thinkstock
Verzerrte Sicht: Wie unser Gehirn eine Person wahrnimmt, hängt nicht nur von ihren objektiven Gesichtszügen ab – sondern auch von stereotypen Erwartungen. Das zeigt nun ein Experiment von US-Forschern. Demnach verarbeitet das Gehirn Gesichter so, dass sie unseren Vorurteilen und Klischees mehr entsprechen, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Neuroscience“ berichten. Das heißt: Wer Männern grundsätzlich aggressive Eigenschaften zuschreibt, dessen Gehirn reagiert auch auf ein neutrales Männergesicht so, als würde es ein wütendes sehen.

scinexx

Was wir von anderen denken und wie wir mit ihnen umgehen wird oft von Stereotypen bestimmt. Klischees und Vorurteile verleiten schon Kinder und Jugendliche dazu, dicke Menschen für dumm zu halten. Im Arbeitsalltag sorgen sie dafür, dass insbesondere fröhlichen Frauen keine Führungsstärke zugetraut wird – und selbst politische Wahlentscheidungen hängen mitunter von Stereotypen ab.

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