Terroristen als Märtyrer?


© dpa Im Februar gedachten in Kopenhagen hunderte Menschen der Terroropfer, die bei einem Anschlag auf die Synagoge und das Kulturhaus „Krudttonden“ ums Leben kamen. Jetzt will eine Ausstellung die Täter als „Märtyrer“ zeigen.
Islamisten, die das Leben unschuldiger Menschen auf dem Gewissen haben, sollen in Kopenhagen als „Märtyrer“ erscheinen. So lautet der Plan für eine Ausstellung, die mit dem Terror spielt. Kritiker sprechen von „Wahnwitz“.

Von Matthias Hannemann | Frankfurter Allgemeine

Ob das jemand braucht? Eine „Märtyrer“-Ausstellung, die sich mit islamistischen Terroristen befasst? Die Täter, die Verantwortung für den Tod vieler Menschen tragen, in ihrem Selbstbild präsentiert? So plant es jedenfalls Christian Lollike in Kopenhagen – derselbe Mann, der 2012 schon das Manifest des norwegischen Rechtsterroristen Anders Behring Breivik inszeniert hat. Gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv „The other eye of the tiger“ will Lollikes Theater „Sort/Hvid“ untersuchen, „weshalb einige Menschen für das, woran sie glauben, in den Tod gehen“.

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