Streit in Linkspartei zu Kirchenprivilegien


Bild: tilly
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Parallel zum Katholikentag in Leipzig trifft sich Ende Mai die Linkspartei in Magdeburg zu ihrem Bundesparteitag. Ein wichtiges Thema dort: die Trennung von Religionen und Staat. Die Debatte haben die sächsischen Linken angestoßen. Gegenwind kommt von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Von Ine Dippmann | MDR AKTUELL

Es ist die Gretchenfrage: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“ So dichtete schon Johann Wolfgang von Goethe.

Die Debatte um die Verquickung von Staat und Kirche flammt immer wieder auf, nun stoßen sie die Linken in Sachsen an, ihr Vorsitzender Rico Gebhardt will: „Entscheidungen durch den Bundesparteitag erreichen, dass eine klare Trennung zwischen Religionen und Staat erfolgt. Zum Beispiel, dass in öffentlichen Gebäuden keine religiösen Symbole zu finden sind – außer wenn sie aus Denkmalschutzgründen angebracht sind.“

Staatsbedienstete nicht sichtbar zur Religion bekennen

Wer im Staatsdienst arbeitet, soll sich nicht sichtbar zu seiner Religion bekennen. Rico Gebhardt: „Das würde manches vereinfachen, auch in der aktuellen Debatte, dass man Angst hat, das plötzlich eine Lehrerin mit Kopftuch dasteht. Das bedeutet natürlich auch, dass ich nicht ganz offensiv ein Kreuz tragen kann.“

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