Massentaufe: Wenn Flüchtlinge Christus entdecken


Auf der Suche nach einem neuen Gott: Im Hamburger Stadtpark sind 80 Flüchtlinge bei einer Massentaufe zum Christentum konvertiert © Ellen Ivits
Gleich 80 Flüchtlinge ließen sich in Hamburg in einer Massentaufe das Sakrament erteilen – sie konvertierten vom Islam zum Christentum. Schnell regt sich der Verdacht: Sie wollen bloß Asyl erschleichen. Doch der Glaubenswechsel fordert große Opfer.

Von Ellen Ivits | stern.de

Deutschland feiert Vatertag – oder Christi Himmelfahrt, je nachdem. Über Hamburg leuchtet ein blauer Himmel. Sonnenanbeter, Jogger und Hundebesitzer bevölkern den Stadtpark. Mitten unter ihnen: 80 Gestalten in weißen Gewändern. Sie wollen aber weder mit einem halben Dutzend Bierchen auf die Freuden des Vaterseins anstoßen noch ihrem Teint ein wenig Sommerbräune verleihen. Was sie hergeführt hat, ist Gott.

Denn an diesem Tag werden sie getauft. Es sind 80 Männer und Frauen aus dem Iran und aus Afghanistan, die sich vor einer kleinen Bühne versammeln und darauf warten, dass der Pastor ihnen das heilige Sakrament erteilt. Freunde, Verwandte und Gemeindemitglieder umkreisen sie. Aufgeregte Stimmen sind zu hören, Kinder wuseln sich zwischen den Bierbänken hindurch, Frauen stecken sich Blumen ins Haar und über allem hängt der Geruch brennender Kohlen, der von Dutzenden Grillstellen aufsteigt. „Heute ist ein großer Tag für uns“, sagt Mahshad voller Freude.

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