Recep Tayyip Erdoğan: Dodo des Monats April 2016


Dodo des Monats April 2016 ©HFR
Dodo des Monats April 2016
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erdoganDer „Irre vom Bosporus“ hat das Rennen um die kotztürenblaue Dronte des Monats April gewonnen.  Ausgestattet mit einem schon pathologisch zu nennenden Verfolgungswahn kennt Erdogan nur zwei Typen von Menschen, seine Anhänger und seine Feinde, letztere natürlich alles Terrorristen.  Die Paranoia hat System und ist nicht erst seit ein paar Wochen signifikant erkennbar. Rund 2.000 Klagen wegen Beleidigung seiner Person lassen überdies noch an der Zurechnungsfähigkeit des selbsternannten Sultans zweifeln. Osmanen-Kult, der Islam sowohl als Religion, wie auch als politisches Programm und türkisch-islamische Identität sind die Eckpunkte seines Weltbildes.

Unter Kemal Atatürk, der bekanntlich die Reste des Osmanischen Reiches zur türkischen Republik formte, wäre Erdogan schon lange füsiliert worden.  Noch braucht er Atatürk als Aushängeschild und Etikett seiner Politik, möglich dass Erdogan selbst eines Tages mit dem Namen „Attacktürk“ in die Geschichte eingehen wird.

Skandale gab es zu jeder Zeit, als Ministerpräsident und nun als Präsident, der sich zum Despoten gemausert hat. Demokratie, Menschenrechte gelten nur aus pragmatischen Gründen, sie werden gebraucht um unter dem Deckmatel der Legalität einen islamischen Gottesstaat zu etablieren.

Die EU schaut zu, hilflos, beschwichtigend kriechen die Granden europäischer Politik Erdogan in den Arsch. Der lässt sie dort wohlgefällig zappeln. Presse-und Meinungsfreiheit, im europäischen Bündniss immer dann mantra-artig beschworen wenn es gilt gegen die Widersacher der Politik des Westens einen Shitstorm zu organisieren. Andere sind böse, Erdogan gestaltet mit der europäischen Hilflosigkeit seinen islamischen Gottesstaat.  Er schlachtet die Kurden ab, verbündet sich mit dem  Abschaum  des Islamischen Staates,  liefert Waffen, lässt Gotteskrieger in seinen Krankenhäusern behandeln und ermöglicht den Tourismus der Dschihadisten.
Die Würde des Menschen soll ein universelles Recht sein, unantastbar gar. Sie wird aber immer wieder zur Verhandlungsmasse gemacht, wenn es gilt eigene Interesse durchzusetzen. Die Europäische Union ist hier ein Vorreiter des Pragmatismus. Argumentativ wird die Menschenwürde von allen beschworen, mit Erdogan ist sie 6 Milliarden Euro wert, um zu verhindern, dass das Kriegselend des Mittleren Osten über europäische Grenzen kriecht. Das Ersaufen im Mittelmeer nicht eingerechnet.  EU-Beitritt, nicht mit Erdogan, die Türkei unter seiner Knute wird andere Wege einschlagen, die Europäische Union eine Kuh, die sich vortrefflich melken lässt.

Erdogan Größenwahn gipfelte in der Aussage:

„Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“

Die Welt vom 31. Mai 2015

Spätestens hier muss auch dem letzten Europa-Politiker klar geworden sein, im Oberstübchen des türkischen Präsidenten geht einiges gewaltig durcheinander, kompetente, professionelle Hilfe angeraten.

Erdogan formt einen islamischen Fundamentalismus in der Türkei, seine Anhänger werden fanatisiert und schießen auch schon mal auf einen erklärten Feind Erdogans.

Deutsche Satiresendungen, die sich Erdogan als Ziel auserkoren haben werden zum Ziel präsidialer Politik.  Diplomatisches Einschreiten, Anzeigen und ein desaströses Verhalten der Bundesregierung mit der Kanzlerin voran, bestärken  den kranken Mann noch in seinem Wahn.  Das ZDF macht sich freiwillig und ohne Not zum Büttel der Politik der Bundesregierung. Strafanzeigen, im dreistelligen Bereich gegen Jan Böhmermann zeigen, im dreistelligen Bereich wird Satire nicht verstanden.  Bildungsdefizite im dreistelligen Bereich, zu kompliziert, verflachtes Gehirn. Entrüstung vorprogammiert.  Da kann man von Glück sagen, dass die Entrüsteten nicht gleich das ZDF angezündet  und die Mitarbeiter zerhackt haben.  Es gibt genügend Beispiele, wo man ein paar Zeichungen zum Anlass nahm um einen dschihadistischen Shitstorm mit Toten und Verletzten vom Zaune zu brechen.

Beim nächsten Besuch Erdogans in Deutschland empfiehlt sich die fachärtztliche Untersuchung auf Zurechnungsfähigkeit, öffentliche Auftritte wären nur unter dieser Voraussetzung möglich.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.