Wie halten wir es mit dieser Religion?


© NDR/Wolfgang Borrs Auf Angriff gepolt: die AfD-Vorsitzende Frauke Petry in der Sendung „Anne Will
Integration per Gesetz verordnen oder der Zuwanderung ihren Lauf lassen: Das ist bei „Anne Will“ die Frage. Spannend wird es, als es um den Islam geht – und Frauke Petry nicht mehr weiter weiß.

Von Michael Hanfeld | Frankfurter Allgemeine

Der Dichter stellte die Frage schon vor mehr als zweihundert Jahren. Sie ist zur Frage aller Fragen in der Integrationsdebatte geworden, an der sich mitentscheidet, ob die Zuwanderungspolitik der Bundesregierung gelingt. Es ist die Gretchenfrage: „Nun sag, wie hast du`s mit der Religion?“

Sie traf Goethes Faust, bei dem es um das Christentum ging, an seinem wunden Punkt. Und sie markiert mit Blick auf eine andere Weltreligion den wunden Punkt der aktuellen Lage, weil die einen die Frage gar nicht hören wollen und meinen, sie zu stellen, schüre schon Vorurteile. Während andere, wie die AfD, so tun, als sei sie längst beantwortet: Diese Religion, der Islam, gehöre, anders als der frühere Bundespräsident Christian Wulff meint, nicht zu Deutschland.

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1 Comment

  1. Religion ist reine Privatsache. Man muss den Leuten ihre Marotten lassen, genauso wie sie ja auch sonstige Spleens haben dürfen. Was nicht sein darf, sie dürfen anderen Leuten nicht (weder verbal noch visuell) auf den Sack gehen. Die sollen ihre Perversionen im stillen Kämmerlein ausleben. Auf gar keinen Fall dürfen sich Religion oder religiotische Neurotiker in staatliche Angelegenheiten einmischen. Genausowenig, wie das auch bei einem Karnevalsverein oder irgendeinem Schützenverein oder Fußballclub etc. der Fall ist.
    (Einzige Ausnahme: Karnevalisten können sich meinetwegen zu gegebener Zeit traditionsgemäß verkleidet, in der Öffentlichkeit lächerlich machen. Alle anderen, vor allem die religiös-kulturellen, ganzzeitigen Vermummungsarten sind in unserem Alltagsleben eine nicht hinnehmbare Zumutung.)

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