Fantasy-Bücher: „Hütet euch vor dem Teufel im Text“


Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2 © Studiocanal GmbH Filmverleih
Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2
© Studiocanal GmbH Filmverleih

Warnungen vor dem verderblichen Einfluss als ungeeignet eingestufter Erzählungen auf junge Hirne gibt es vermutlich schon, seit vor Jahrtausenden irgendein Mammutjäger seine Jagdstorys am Lagerfeuer derart blutrünstig ausmalte, dass der Stammesälteste einschritt und mahnte: „Deine Geschichte enthält zutiefst unsensibles und suchterzeugendes Material, und ich bin sicher, dass es bei Kindern schwierige Verhaltensweisen fördert!“

Von Alexander Menden | Süddeutsche.de

„Hütet euch vor dem Teufel im Text“

So betrachtet, steht Graeme Whiting in einer langen Menschheitstradition. Der Gründer und Direktor der Acorn School im englischen Gloucestershire hat sich in einem Blogeintrag auf der Website seiner Schule mit genau diesen Worten dagegen gewandt, Kindern Zugang zu „unpassenden Bildern oder Texten“ zu gewähren. Während er hier noch kaum auf nennenswerte Gegenrede treffen dürfte, lässt dann doch die Literatur aufmerken, die Whiting als besonders schädlich empfindet: die Harry-Potter-Romane, den „Herrn der Ringe“, die „Tribute von Panem“ und das Gesamtwerk Terry Pratchetts. „Sie alle können ohne besondere Lizenz erworben werden, und können das sensible Unterbewusstsein der Hirne junger Kinder schädigen, von denen sich viele in die Statistik psychisch kranker Kinder einreihen werden“, schreibt er.

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