AfD diskutiert über ein Bündnis mit dem Front National


Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Für Gauland ist der Front National im Gegensatz zur FPÖ zu sozialistisch und statt patriotisch nationalistisch, überdies ist Frankreich sprachlich und historisch eine andere Welt
 

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Anders als seine Kollegin von Storch hat sich Marcus Pretzell nach dem Ausschluss aus der Fraktion „Europäische Konservative und Reformer“ (EKR) im Europa-Parlament der Fraktion „Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) angeschlossen, die vom Front National dominiert wird. Hier finden sich auch die rechten Schwedendemokraten, Vlaams Belang und die österreichische FPÖ, zu der es enge Kontakte gibt. Der Freund von Frauke Petry hat damit schon einmal ein Zeichen gesetzt, weiter nach rechts und national gehen zu wollen. Storch ist zur Fraktion „Europa der Freiheit und der direkten Demokratie“ (EFDD) gewechselt, in der neben Ukip auch MoVimento 5 Stelle ist.

Auch Thüringens AfD-Chef Björn Höcke befürwortet eine Annäherung mit dem Front National. Marine Le Pen und Frauke Petry sollten sich treffen, um Möglichkeiten der Kooperation zu besprechen. Es gebe Gemeinsamkeiten, da sich beide Parteien „gegen eine weitere Überfremdung und für den Erhalt der Identität der europäischen Völker“ einsetzen, gegen TTIP und gegen die außenpolitische Bindung an die USA seien.

Nicht alle in der AfD sind über diesen Kurs erfreut. Alexander Gauland, neben von Storch stellvertretender AfD-Sprecher, warnte nun in einem Beitrag für die rechte Junge Freiheit vor einer allzuschnellen Annäherung durch ein Treffen zwischen Le Pen und Petry.

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