Wie wir uns an negative Erlebnisse erinnern


Wut im Bauch beeinflusst unsere Erinnerung – genauso wie Schmerz, Angst, Trauer und andere negative Emotionen © thinkstock/ Marjan Apostolovic
Aus dem Zusammenhang gerissen: Negative Situationen brennen sich oft tief in unser Gedächtnis ein – doch der Kontext, indem sie stattgefunden haben, verblasst. Warum das so ist, haben Forscher nun mithilfe von Hirnscans entschlüsselt. Schuld daran ist demnach eine erhöhte Aktivität in der für Emotionen zuständigen Amygdala sowie eine verminderte im Hippocampus, dem Kontextbeauftragten des Gehirns. Diese Mechanismen könnten den Wissenschaftlern zufolge unter anderem die Entstehung Posttraumatischer Belastungsstörungen erklären.

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Emotionen können unsere Erinnerungen stark beeinflussen. Studien belegen: Je emotionaler wir eine Situation wahrnehmen, desto eher werden wir uns später daran erinnern. „Gerade an emotional aufgeladene negative Erlebnisse erinnern sich Menschen gut“, sagen Forscher um James Bisby vom University College London. „In welchem Kontext dieses Erlebnis stattgefunden hat, das wiederum können sie sich oft weniger gut ins Gedächtnis zurückrufen.“

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