Ex-Linkenfraktionschef Gysi kritisiert Böhmermann


Gregor Gysi. Bild: FB
Gregor Gysi. Bild: FB

Der frühere Linksfraktionschef Gregor Gysi hat den Fernsehsatiriker Jan Böhmermann wegen dessen Schmähgedicht scharf kritisiert.

evangelisch.de

Er habe das Gedicht über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gelesen und finde es nicht witzig, sagte Gregor Gysi der in Chemnitz erscheinenden „Freien Presse“ (Donnerstagsausgabe). Anlass war ein Gastauftritt Gysis in Böhmermanns erster Sendung nach dem folgenreichen Erdogan-Gedicht. Das „Neo Magazin Royal“ sollte am Donnerstagabend in ZDFneo ausgestrahlt werden.

Gysi: Viele Vorurteile bedient

In dem Gedicht würden viele Vorurteile bedient, sagte der frühere Chef der Linken im Bundestag: „Das ärgert mich“. Es sei eine Schmähkritik. Juristisch gesehen sei es eine Beleidigung. Gysi betonte, er sei zwar ein Verfechter der Kunstfreiheit, „aber man sollte sie auch nicht missbrauchen. Jan Böhmermann hätte das so nicht sagen müssen.“

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2 Comments

  1. Was ich an dem Gedicht vermisse ist eigentlich nur: „Einen kleinen Funken an menschlichem Anstand“. Mit Kultiviertheit im humanitären Sinne hat das Gedicht nämlich nichts mehr zu tun. Und ausgesprochen witzig ist es auch nicht. Damit begibt sich der Autor auf die Stufe des Verschmähten. Ändern tut er ihn damit bestimmt nicht. Natürlich ist Erdogan jemand den man partout nicht mögen kann, aber er ist dennoch (Dank der Einfalt seines Volkes) ein demokratisch gewählter Staatspräsident. Man sollte nicht vergessen, dass Typen wie er in der Regel nachtragend sind und im Bedarfsfall für den Rest der Welt meist nicht viel zum Lachen übrig haben.

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  2. Es mag sein, dass das Gedicht Vorurteile bedient. Aber wieviel mehr Vorurteile bedient Erdoğan mit seinem Verhalten selbst? Er benimmt sich wie das personifizierte Vorurteil.

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