Hepatitis E durch Schweinefleisch – wie groß ist die Gefahr?


Gefahr im Essen: Rohes Schweinefleisch und Mettwurst können Hepatitis E-Viren enthalten © Uwe Meyer/iStockphoto
Die Verbraucherschützer von Foodwatch warnen: Durch rohes Schweinefleisch würde es in Deutschland immer häufiger zu Infektionen mit Hepatitis E-Viren kommen. Die Zahlen seien „alarmierend“. Welche Produkte sind betroffen? Und wie äußert sich eine Infektion?

Von Ilona Kriesl | stern.de

Die  Verbraucherschutzorganisation Foodwatch schlägt Alarm: In Deutschland melden Ärzte immer mehr Fälle der Leberentzündung Hepatitis E  – hervorgerufen durch rohes Schweinefleisch. Jährlich würden rund 1,8 Millionen Schweine mit infektiösen Hepatitis-Viren geschlachtet und vermarktet, so Foodwatch. Dies sei ein „ernstes Infektionsrisiko“, das „flächendeckend“ bekämpft werden müsse. Insbesondere Schwangere seien gefährdet, an einer akuten und zum Teil tödlichen Leberentzündung zu erkranken.

So neu das Thema auf den ersten Blick erscheinen mag – es ist es nicht. Die gesundheitlichen Gefahren, die durch rohes Mett und Schweinefleisch ausgehen, sind bereits seit Längerem bekannt. So warnte das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits im Jahr 2009 vor Hepatitis E-Infektionen, die durch ungekochte Fleischprodukte ausgelöst werden. Und die Empfehlung, dass Schwangere auf rohes Fleisch und Rohwürste verzichten sollten, ist auch nicht gerade neu.

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