Besiedlung Amerikas: Forscher finden Mammut-Schlachtplatz von Paläo-Indianern


In einem Flussbett in Florida fanden Forscher Artefakte einer eiszeitlichen Mammut-Schlachtung. Der Fund stellt die zeitliche Abfolge der Besiedlungsgeschichte Amerikas infrage.

Von Frank Patalong | SpON

Es sind rund 6800 Kilometer von Wales, einem Dorf in Alaska, direkt an der Beringstraße, nach Tallahassee, Florida – allerdings nur, wenn man fliegen kann: Die Strecke entspricht fast der längstmöglichen Diagonale quer durch den nordamerikanischen Kontinent.

Es ist schwer vorstellbar, was das bedeutet haben mag, wenn man sich diese Distanz in der letzten Eiszeit zu Fuß erschließen musste – auf einem gänzlich unbesiedelten Kontinent voller Wälder und Steppen, mit einer Megafauna, bei der nicht immer vorab klar war, ob nun Mensch oder Tier zur Beute wurde.

Die ersten verstreuten Menschengruppen, die da irgendwann den Landweg von Asien nach Amerika fanden, eroberten ihren neuen Kontinent Stück für Stück. Sie liefen und jagten, blieben, wo sie Beute fanden, zogen weiter, wenn die knapp wurde. Stetig bewegten sie sich südwärts. In den Maßstäben der Prähistorie hatten sie es sogar eilig. Innerhalb weniger Jahrhunderte hinterließen sie ihre Spuren von Alaska bis Chile.

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