Angst vor Trump – ein neues Syndrom plagt Amerika


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Was, wenn der republikanische Kandidat tatsächlich Präsident wird? Und sein Programm durchzieht? Unmöglich, sagen Sie? Wer weiß? Schon als Kandidat hat er es geschafft, immensen Schaden anzurichten.

Von Hannes Stein | DIE WELT

Seit diesem Jahr kennt die amerikanische Psychiatrie eine neue Krankheit, das „Trump Anxiety Syndrome“. Hunderte Patienten – vor allem viele Juden – leiden unter dieser Angststörung: Ihr Gefühlsleben ist beeinträchtigt, ihr Schlaf ist gestört, weil sie allen Ernstes befürchten, dass Donald Trump an die Macht kommt.

Ich gestehe, dass auch ich von dieser Angststörung betroffen bin. Anders als viele amerikanische Kommentatoren, anders auch als manche deutsche Kollegen habe ich Trump nie für eine Witzfigur gehalten. Vielleicht ist meine Herkunft daran schuld.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich als Kind Altgriechisch gelernt habe. Auf dem Gymnasium mussten wir Plato im Original lesen – etwa jene berühmte Stelle aus „Der Staat“, in der Plato schildert, wie eine Tyrannei entsteht.

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