Antisemitismus-Vorwurf: Dialog-Beauftragter der bremischen Kirche zurückgetreten


Nach Antisemitismus-Vorwürfen ist der Beauftragte für den Dialog mit den Religionen in der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Volker Keller, am Donnerstag von seinem Amt zurückgetreten.

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Er hatte sich in einer Mail in ironisch gemeinter Weise als „Antisemit“ bezeichnet. Diese Formulierungen seien außerordentlich missverständlich und unangemessen gewesen, räumte Keller ein: „Ich habe damit bei vielen Menschen massive Irritationen ausgelöst, insbesondere bei Menschen jüdischen Glaubens.“ Die Jüdische Gemeinde in Bremen hatte Keller Antisemitismus vorgeworfen.

Anlass des Konflikts war eine Lesung des Bremer Publizisten Arn Strohmeyer zum Nahostkonflikt in Bremen-Vegesack, wo Keller als Gemeindepastor arbeitet. Strohmeyer wird von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde und von einem Journalisten der „Jerusalem Post“, Benjamin Weinthal, als Antisemit bezeichnet. Er ruft unter anderem zum Boykott gegen Produkte aus den von Israel besetzten Gebieten auf. Keller hatte versucht, die Kritik des Antisemitismus in einer, wie er selbst sagte, „Spottmail“ ironisch zurückzuweisen.

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