Menschengemachte Wolkenkühlung geringer als gedacht


Moleküle aius den Ausdünstungen von Bäumen erweisen sich als verblüffend effektive Wolkenkeime. © CERN
Waldiger Kühleffekt: Der Mensch hat die Wolkenbildung offenbar weniger stark beeinflusst als gedacht. Denn schon vor Beginn der industriebedingten Emissionen wirkten Ausdünstungen von Bäumen als effektive Wolkenkeime. Das aber bedeutet, dass auch der Kühleffekt der Wolken auf das Klima damals vielleicht kaum geringer war als heute, berichten Forscher in gleich zwei Artikeln im Fachmagazin „Nature“.

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Aerosole und andere Schwebstoffe gelten als große Unsicherheitsfaktoren im Klimasystem. Denn einige von ihnen, darunter Ruß, heizen die Atmosphäre zusätzlich an, andere aber können die Bildung von abschirmenden und kühlenden Wolken fördern – wie es beispielsweise für die Schwefelgase aus Vulkanausbrüchen und auch einige menschliche Emissionen gilt. Klimaforscher gingen daher davon aus, dass eine vermehrte Wolkenbildung durch die Luftverschmutzung den Klimawandel lange Zeit eher gebremst hat.

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