Geheimdienste: Assad lieferte Hinweise auf Paris-Attentäter


Bild: Chronicle Syria/Flickr
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Syriens Diktator Assad wird offiziell verachtet. Doch Europas Sicherheitsbehörden suchen den Kontakt zum Regime in Damaskus. Das hätte sich bei den Anschlägen von Paris beinahe ausgezahlt.

Von Manuel Bewarder , Florian Flade | DIE WELT

Obwohl der Westen das syrische Regime bekämpft, gibt es enge Kontakte der Sicherheitsbehörden auf beiden Seiten. Der Hintergrund ist dabei der Kampf gegen den internationalen Terrorismus – insbesondere gegen die Dschihadisten des Islamischer Staates (IS).

Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ gab es in den vergangenen Jahren mehrere Treffen von deutschen Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit syrischen Geheimdienstlern. Die Reisen sollen über die BND-Residentur im libanesischen Beirut organisiert worden sein. BND-Mitarbeiter fuhren offenbar zu Gesprächen direkt in die syrische Hauptstadt Damaskus.

„Es gibt gemeinsame Interessen, und es wäre fahrlässig, angesichts der Anschlagsgefahr und des Einsatzes der Bundeswehr in der Region eine Kooperation auszuschlagen“, sagt Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Bei einer so heiklen Kooperation müssten jedoch klare Grenzen gezogen werden.

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