Der Islam gehört zu uns, wenn er unseren Regeln folgt

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Die Zuwanderung macht aus der Bundesrepublik mehr und mehr eine multireligiöse Gesellschaft. Der Gesetzgeber muss dabei das Recht auf Religionsfreiheit hochhalten – aber nicht um jeden Preis.
 

Von Thomas Straubhaar | DIE WELT

Mit den Flüchtlingen verändert sich das religiöse Gleichgewicht in Deutschland. Von den 1,1 Millionen Asylsuchenden des Jahres 2015 war der überragende Teil muslimischen Glaubens. Das unterscheidet die Zuwanderung der Gegenwart so sehr von jener der Vergangenheit, als in der Zeit des Wirtschaftswunders oder mit der Rückwanderung von Aussiedlern aus Osteuropa nach dem Ende des Kalten Kriegs doch mehrheitlich Christen oder Atheisten kamen.

Während sich Protestanten und Katholiken immer schwerer tun, die Abkehr ihrer Mitglieder zu stoppen, nimmt die Anzahl der Andersgläubigen zu. In Deutschland sorgen sich deshalb viele vor dem Verlust christlicher Wurzeln, andere fürchten sich sogar vor einer schleichenden Islamisierung.

In der Tat sprechen die Zahlen des Datenreports 2016 eine deutliche Sprache. Der Glaube an Gott und die Kirchenbindung verlieren in Deutschland seit Jahrzehnten an Bedeutung. 1991 gehörten in Westdeutschland elf Prozent der Bevölkerung keiner Religionsgemeinschaft an. 2012 waren es 18 Prozent.

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Piusbruderschaft: Ein Machtwort des Glaubenshüters?

Bild: katholisches.info
Pius-Bruderschaft in Aktion

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der römisch-katholischen Kongregation für die Glaubenslehre, fordert in einem Interview von der Piusbruderschaft die vorbehaltlose Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Von Uwe Justus Wenzel | Neue Zürcher Zeitung

Die Piusbruderschaft müsse die Glaubensfreiheit als Menschenrecht vorbehaltlos anerkennen, ebenso die Verpflichtung zur Ökumene. Das stellt Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (der Nachfolgebehörde der Inquisition), in einem Interview in der neuen Ausgabe der Zeitschrift «Herder-Korrespondenz» klar. Damit reagiert der oberste Glaubenshüter des Vatikans auf kursierende Gerüchte, wonach Papst Franziskus die fundamentalistische Priestervereinigung, die die Öffnung und Liberalisierung der katholischen Kirche vehement ablehnt, ohne Vorbedingung anzuerkennen bereit sei.

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Schweinegrippe-Ausbruch: Brasilien zählt fast 700 Grippe-Tote seit Januar

Influenza-A-Viren im TEM-Bild. Bild: wikimedia.org/PD

In Brasilien sind in diesem Jahr fast 700 Menschen der Schweinegrippe erlegen. Seit Januar seien 679 Menschen an dem H1N1-Virus gestorben, teilten die Behörden am Dienstag mit. Im vergangenen Jahr waren nur 36 Todesfälle gezählt worden.

Neue Zürcher Zeitung

Am stärksten betroffen ist der Südosten des Landes, im Bundesstaat São Paulo gab es mit 310 die meisten Todesfälle. Im Bundesstaat Rio de Janeiro, dem Austragungsort der Olympischen Spiele im August, starben bislang 34 Menschen an der Schweinegrippe.

In diesem Jahr war die Schweinegrippe früher als erwartet ausgebrochen. Bis zum 23. Mai zählte das Gesundheitsministerium 3518 Infektionen. In den vergangenen Jahren grassierte das H1N1-Virus in Brasilien in den kühleren Monaten Mai und Juni, deshalb sollte die landesweite Impfkampagne erst am 30. April starten. Dieses Jahr begann die Epidemie jedoch schon im Februar und somit noch vor Sommerende.

Tabby’s Stern KIC 8462852: Astronomen wollen mysteriösen Stern beobachten

Infrarot- und Ultraviolett-Aufnahmen von KIC 8462852. IPAC/NASA, wkimedia.org/PD
Helligkeitsschwankungen eines mysteriösen Sterns verblüffen Astronomen. Jetzt soll der Stern mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne weiter beobachtet werden.

Von Tanja Banner | Frankfurter Rundschau

Als im vergangenen Herbst die Forschungen zum Stern KIC 8462852 öffentlich wurden, war die Aufregung groß. Der Stern mit dem kryptischen Namen zeigte unregelmäßige Helligkeitsschwankungen – ein Phänomen, das sich die Forscher rund um die Astronomin Tabetha Boyajian nicht erklären konnten. Ein riesiger Kometen-Schwarm, der das Licht für kurze Zeit blockiert, könnte die Ursache sein, überlegten die Forscher laut. Eine andere Idee – eine Megastruktur, die Aliens um den Stern errichtet haben könnten, könnte den Stern verdunkeln – wurde von vielen Medien aufgegriffen. Doch keine der Erklärungen überzeugte die Forscher. „Das ist der Grund, weshalb der Stern als mysteriösester Stern in unserer Galaxie bezeichnet wird“, erklärt Boyajian.

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Neue Panne beim Verfassungschutz: Sim-Karten von „Corelli“ gefunden

  • Erst kürzlich tauchten Mobilfunkgeräte, die der V-Mann „Corelli“ benutzt haben soll, auf. Jetzt sind bisher unbekannte Sim-Karten dazugekommen.
  • „Corelli“ hatte jahrelang die rechtsradikale Szene für den Verfassungsschutz beobachtet. Bislang ist nicht belegt, ob er Kontakt zu den Terroristen des NSU hatte.
  • Was auf den Datenträger gespeichert ist, ist bislang unbekannt.

Von Stefan Braun und Georg Mascolo | Süddeutsche.de

Das Bundesamt für Verfassungsschutz muss im Fall seines früheren V-Manns mit dem Decknamen „Corelli“ eine neue Panne einräumen. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR sind nach dem früheren Fund eines von Corelli im Jahr 2012 benutzten Handys nun noch einmal Sim-Karten aufgetaucht, die der V-Mann vor seinem Tod 2014 benutzt hatte.

In der Regierung hat das erheblichen Ärger und Kopfschütteln ausgelöst. Zugleich wächst die Unruhe über die Frage, wie oft die Verfassungsschützer immer neue Informationen zu dem ohnehin heiklen Fall nachliefern müssen.

Wie es aus Regierungskreisen hieß, sollte noch am Dienstagabend der NSU-Untersuchungsausschuss informiert werden. In der Kritik dürfte insbesondere der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, stehen.

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Zentralrat der Muslime kritisiert aggressive Missionierung von Flüchtlingen durch Kirchen

Aiman_Mazyek„Die Glaubensfreiheit ist ein Grundrecht“, so Mazyek in einem Interview. „Aber die Kirchen sollten es unterlassen, Flüchtlinge in dieser Richtung zu beeinflussen.“

NEX

Die steigende Zahl der konvertierenden Flüchtlinge machte zu Beginn dieses Monats in den deutschen Medien Schlagzeilen, als etwa 80 muslimische Flüchtlinge aus dem Iran und Afghanistan mit einer Taufzeremonie in einer evangelischen Kirche in Hamburg zum Christentum übertraten

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, vertrat die Ansicht, dass die Entscheidung über den Asylstatus eines Flüchtlings nicht von dessen ethnischer oder religiöser Identität abhängig gemacht werden sollte.

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Yildirim nennt Armenien-Resolution „lächerlich“

Binali Yıldırım (2012). Bild: wikimedia.org/PD

Der Bundestag will die Massentötung der Armenier als Völkermord einstufen. Zum Ärger des neuen türkischen Regierungschefs Binali Yildirim. Und die AKP sieht die AfD dadurch gestärkt.

DIE WELT

Der neue türkische Regierungschef Binali Yildirim hat die vom Bundestag geplante Resolution zur Verurteilung des Massenmords an Armeniern als Genozid als „lächerlich“ bezeichnet.

Dies würde die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland beschädigen, sagte der Vertraute von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Am Tag zuvor hatte bereits Erdogan gegen die Bezeichnung Völkermord protestiert und Kreisen im Präsidialamt zufolge in einem Telefonat Bundeskanzlerin Angela Merkel seine Bedenken mitgeteilt.

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Katholische Kirche: Schamlos paternalistisch

© dpa Kardinal Reinhard Marx, zelebrierte in Leipzig den Abschlussgottesdienst des 100. Deutschen Katholikentags.
Halbleere Hallen trotz prominenter Politiker – allgegenwärtig war jedoch der Papst auf dem Katholikentag. Ebenso wie die Rhetorik einer Kirche, die auf inklusive Suchbewegungen Gottes setzt.

Von Christian Geyer | Frankfurter Allgemeine

Halbleere Hallen trotz prominenter Politiker – „man wird das sorgfältig untersuchen müssen“, meinte Karl Kardinal Lehmann und hatte dabei den Umstand vor Augen, dass Spitzenpolitiker wie der Bundespräsident, der Innenminister oder die Arbeitsministerin sich auf dem Leipziger Katholikentag offenbar nicht als die Zugpferde erwiesen hatten, als welche man sie eingeschätzt und aufgefahren hatte. Was kann die angemahnte sorgfältige Untersuchung (womöglich unter Einbeziehung einer Untersuchungskommission) ergeben? Ein mögliches Ergebnis wäre ja: Nicht trotz, sondern wegen der Politprominenz blieben die Hallen halb leer. Denn wer kommt heute noch zum Kirchentag, um sich dort dieselben Leute mit denselben Argumenten anzuhören, die er aus den politischen Talkshows kennt?

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Menschenrechtlerinnen fordert Verbot von Vollverschleierung

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Vollverschleierung dagegen schaffe eine Barriere zwischen Trägerin und Umwelt. Alle Menschen müssten die durch die Verfassung garantierten Grund- und Freiheitsrechte wahrnehmen können.
 

kath.net

Die Menschenrechtsorganisation Terre des femmes hat ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit gefordert. Die Organisation trete für ein selbstbestimmtes Leben für alle Frauen ein, so die Bundesgeschäftsführerin von Terre des femmes, Christa Stolle, am Dienstag in Berlin.
Mimik und Gestik seien sichtbarer Ausdruck der Identität des Menschen. Diese Sichtbarkeit der Person sei eine der Voraussetzungen für einen persönlichen Dialog und trage zur Vertrauensbildung bei. Vollverschleierung dagegen schaffe eine Barriere zwischen Trägerin und Umwelt. Alle Menschen müssten die durch die Verfassung garantierten Grund- und Freiheitsrechte wahrnehmen können.

Rassistische Angriffe auf Nachbarn sind normal

Klingel, Tür, Ausländer, Migranten © twicepix @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Rassistische Übergriffe von Nachbarn gehören laut dem Verein Opferperspektive zur Normalität in Deutschland. Die Opfer würden alleine gelassen, die Polizei verharmlose Rassismus. Unterstützung, wie sie Boateng derzeit erhalte, sei eine Ausnahme.

MiGAZIN

Der brandenburgische Verein Opferperspektive hat die öffentliche Debatte nach den Äußerungen des AfD-Politikers Alexander Gauland über den Fußballstar Jérôme Boateng begrüßt. Viele Migranten und schwarze Deutsche, die von Rassisten aus der Nachbarschaft vertrieben würden, erführen keine Unterstützung, erklärte Hannes Püschel von der Opferperspektive am Dienstag in Potsdam.

Fußballnationalspieler Jérôme Boateng bestätigt Alltagsrassismus in Deutschland. Zwar sei Fremdenfeindlichkeit in den vergangenen Jahren weniger geworden, aber sie sei „längst noch nicht weg“, sagte Boateng den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das zeigten die jüngsten Gauland-Äußerungen. „Es ist traurig, dass man da wieder etwas zurückgefallen ist. Ich hatte gehofft, das wäre überwunden“, sagte der Sohn einer deutschen Mutter und eines ghanaischen Vaters.

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Wie gefährdet sind Christen in Flüchtlingsheimen?

© dpa Ein syrischer Flüchtling hält in Ellwangen (Baden-Württemberg) ein handgefertigtes Kreuz in der Hand.
Die evangelikale Organisation Open Doors behauptet, dass es in Asylunterkünften vermehrt Angriffe auf Christen gegeben haben soll. Doch sind diese Aussagen wirklich glaubwürdig? Die Zweifel werden stärker.

Von Reinhard Bingener | Frankfurter Allgemeine

Die evangelikale Organisation Open Doors hat vor drei Wochen eine Erhebung vorgestellt, die 231 Fälle von Gewalt gegen Christen in deutschen Flüchtlingsheimen dokumentiert. Markus Rode, der Leiter von Open Doors, zog auf Grundlage dieser Erhebung den Schluss, in deutschen Flüchtlingsunterkünften ereigne sich eine „systematische Verfolgung“. Den großen Kirchen warf Rode vor, diesen Sachverhalt zu vertuschen, da sie selbst zu den großen Heimbetreibern zählten. Die Zahlen von Open Doors wurden seither vielfach aufgegriffen. AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel warnte zuletzt etwa: „Laut einer Studie von ‚Open Doors‘ erleben 88 Prozent der christlichen Flüchtlinge religiös motivierte Verfolgung durch Mitflüchtlinge.“

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Opfervertreter enttäuscht von Missbrauchsaufklärung der Kirche

Bild: WAZ
Bild: WAZ
Der Sprecher der Initiative von Opfern sexualisierter Gewalt an Jesuiten-Einrichtungen „Eckiger Tisch“, Matthias Katsch, ist enttäuscht von der Missbrauchsaufarbeitung der katholischen Kirche – sie habe noch gar nicht richtig begonnen.

domradio.de

„Die Aufarbeitung sexueller Gewalt in der Kirche ist noch nicht gescheitert, denn sie hat noch gar nicht richtig begonnen“, schreibt Katsch in einem Kommentar für die „tageszeitung“ (Onlineausgabe) am Montag. Auch bei dem am Sonntag beendeten Katholikentag in Leipzig sei die Chance verpasst worden, die systematischen Ursachen der Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen zu besprechen.

Die Bischöfe hatten nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals eine Serie von Maßnahmen eingeleitet. Opfer erhalten eine Entschädigung von bis zu 5.000 Euro, in begründeten Einzelfällen auch mehr. Im März 2010 entschuldigten sie sich bei den Opfern. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann wurde zum Missbrauchsbeauftragten ernannt, eine Hotline wurde eingerichtet. Außerdem erließen die Bischöfe Leitlinien für den Umgang mit den Tätern, die 2013 verschärft wurden. Darüber hinaus verabschiedeten sie ein Präventionskonzept und beauftragten Forscher mit einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der Vorkommnisse.

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Wie geht es weiter mit der Opposition in Syrien?

Mohammed Alloush (oder Allusch), der Chefunterhändler der im saudi-arabischen Riad zusammengestellten syrischen Oppositionsvertretung „Hohes Verhandlungskomitee“ (HNC), ist zurückgetreten. Die Nachricht zog weite Kreise, sie tauchte selbst in den fünf-minütigen Kurzzusammenfassungen der „Nachrichten aus aller Welt“ der öffentlich-rechtlichen Sender auf. Sie wurde also für wichtig gehalten.

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Demgegenüber fielen allerdings die Erklärungen für den Rücktritt spärlich aus. Man beschränkte sich weitgehend auf die Wiedergabe des Statements des Zurückgetretenen. Allusch machte das „starrköpfige Assad-Regime“ für seinen Schritt verantwortlich, die Bombardements der syrischen Armee und die internationale Gemeinschaft, die es nicht schaffe, die syrische Regierung zur Einhaltung von Abmachungen, wie z.B. die Waffenruhe oder Hilfslieferungen für belagerte Städte, zu verpflichten. Das sind die Stereotype und Schuldzuweisungen, die ein Oppositionsführer von sich gibt. Schade, dass dies nicht besser mit Ergänzungen aufbereitet wird.

Gerne hätte man mehr über diese Personalie erfahren. Denn Mohammed Alluschs Rücktritt ist ein Politikum, wie die Rücktrittsnachrichten auch herausstellen. So ist von „einem schweren Rückschlag für die Bemühungen um eine Beendigung des Blutvergießen in Syrien“ die Rede. Kurz: Derzeit ist unklar, wie, wann und mit wem die Gespräche in Genf weitergehen sollen. Oder auch: Es sieht ganz danach aus, dass die militärischen Operationen das Sagen haben.

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Tanzende Haare als Elektrosensoren

männliche Baumhummel (Bombus hypnorum). Bidl: wikimedia.org/CC BY-SA 2.5

Vibrierender Pelz: Forscher haben erstmals herausgefunden, wie Hummeln die schwachen elektrischen Felder von nektarreichen Blüten erkennen. Fliegen sie durch ein elektrisches Feld, beginnen die feinen Haare ihres Pelzes zu vibrieren. Die Bewegung der Haare wiederum regt Nerven an der Basis der Haare zum Feuern an – je stärker das Feld, desto schneller die Signale. Ähnliche Haarsensoren könnten auch anderen Insekten einen Elektrosinn verleihen.

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Hummeln finden ihre Blüten nicht nur über Duft oder Farbe – auch elektrische Felder verraten ihnen, wo ein lohnender Nektarvorrat lockt. Untersuchungen zeigen, dass viele nektargefüllte Blüten eine leicht negative Ladung erzeugen. Hummeln erkennen dies und fliegen solche Blüten deutlich häufiger an als weniger stark geladene Blütenstände. Doch womit die pummeligen Bienen diese elektrischen Felder erkennen, blieb bisher unklar.

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Eric Kandel in Berlin: Die gute Seite der Prionen

Popstar der Wissenschaft. Der Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Eric Kandel füllte mühelos das Audimax der…Foto: David Ausserhofer für die Leopoldina
Erinnerungen lange zu speichern, ist viel Arbeit für eine Nervenzelle. Der Nobelpreisträger Eric Kandel sprach an der Humboldt-Universität darüber, wie es trotzdem gelingt.

Von Jana Schlütter | DER TAGESSPIEGEL

Es geht ihm nicht aus dem Kopf, dieses Lied. Eric Kandel hat es 1938 zum letzten Mal gehört, als neunjähriger Junge, und doch kann er immer noch jedes Wort auswendig. „Die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen. SA marschiert mit ruhig festem Schritt!“, sangen die Nazi-Horden und die Wiener jubelten. Kandel hatte Todesangst. Wenige Monate später zerbarsten während der Pogromnacht die Scheiben des elterlichen Spielwarenladens. Die jüdische Familie musste fliehen.

„Ich fühle mich bis heute nicht wohl in Wien“, sagt der gefeierte amerikanische Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger. „Die Österreicher stellen sich gern als Opfer dar. Aber ich war dabei. Sie haben Hitler enthusiastisch begrüßt.“ Mit Deutschland dagegen verbinde er die ehrliche Aufarbeitung des Vergangenen und Freundschaft mit vielen Forschern. Eine Einladung wie die der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, nach Berlin nimmt er gern an.

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Wahl Dodo des Monats Mai 2016

Dodo des Monats Mai 2016 ©HFR
Dodo des Monats Mai 2016
©HFR

Ausfallbedingt weniger Posts im Monat Mai, dafür eine übersichtliche Auswahl der Kandidaten. Das Spektrum der Auswahl reicht von den „Christdemokraten für das Leben“ und Embryonenschutz, über die DITIB-Imame in Deutschland, ganz ungefähr so, als wären 4 Millionen, in Deutschland lebende Muslime, nicht in der Lage eigene Vorbeter zu bestellen, es müssen die institutionalisierten Gottesknechte von AKP-Gnaden sein. Präses Rekowski wünscht sich, trotz schwindender Mitgliedschaft in seiner Kirche, leeren Gottesdiensten, die öffentliche Präsenz seines untoten Geliebten. Die Kirche von Berlin-Brandenburg installiert Wlan für die Gläubigen, eigene Fortschrittsfeindlichkeit wird dann gern vergessen. Religionsunterricht für alle Muslime, der Kölner Erzapostel hält eine Büttenrede zum Thema Flüchtlinge, Gehsteigberatung in München erlaubt das dortige Verwaltungsgericht und und die bibelfesten Evangelikalen halten einen Stuhlkreis während des Ramadan ab. Reichlich Religiotie vorhanden.

Die Wahl ist bis zum 07. Juni 18:00 Uhr befristet.  Der Gewinner wird am folgenden Tag mittels Laudatio gewürdigt werden. Mahrfachabstimmungen sind möglich. Viel Spaß!

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Bischof Maltzahn bittet Pastorinnen um Vergebung

Bischof Andreas von Maltzahn (Schwerin) hat insbesondere die Frauen um Vergebung gebeten, die als Frau um Pfarrberuf durch die Kirche in Mecklenburg Zurücksetzungen erfahren haben.

evangelisch.de

Die ersten sieben Theologinnen in Mecklenburg wurden vor 50 Jahren ordiniert. Sie hätten „manche Hürde zu nehmen“, bis sie sich ihren Amtsbrüdern gleichgestellt sehen konnten, sagte Maltzahn am Dienstag in Güstrow bei einer Ordinationsjubiläumsfeier des Vereins mecklenburgischer Pastorinnen und Pastoren. Manches habe kränkenden Charakter gehabt.

Nicht selten hätten sich Theologinnen mit schöpfungstheologischen Begründungen auseinanderzusetzen gehabt, „die die Vorrangstellung des Mannes biblisch verbrieft und besiegelt sahen“, sagte Maltzahn. Ähnliches gelte für die kirchengesetzliche Zölibatsklausel von 1954, nach der die sogenannten Vikarinnen im Falle der Verheiratung aus dem Verkündigungsdienst auszuscheiden hätten. Hinzu kämen Einschränkungen in der Besoldung sowie bei der Wort- und Sakramentsverwaltung „in den ersten Jahren Ihres Dienstes“.

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The Coming Genetic Editing Age of Humans Won’t Be Easy to Stomach

CRISPR/Cas-Komplex mit DNA. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Hiroshi Nishimasu, F. Ann Ran, Patrick D. Hsu, Silvana Konermann, Soraya I. Shehata, Naoshi Dohmae, Ryuichiro Ishitani, Feng Zhang, and Osamu Nureki
Some futurists believe humans will eventually become all ones and zeroes, a result of a total merger with machines and the microprocessor, before this century is out.

By Zoltan Istvan | MOTHERBOARD

Standing in the way of this are older religious humans who overwhelming control governments and legal policy around the world, and they will insist we remain biological mammalian entities for as long as possible.

One could argue, however, that the coming Star Wars-like age of speciation—as widely seen in a rough bar on planet Tatooine—will challenge our mental outlook on the human form far more than machines.

Right now, the body transformations humans undergo seems harmless to most people. Even conservatives shrug at typical modifications: pierced noses, magnets in finger tips, and implants in our forehead to make it appear like some humans have devil-like horns.

In fact, a mostly accepting culture of synthetic parts and body modifications has already partially been built into modern medicine. Dentures don’t scare us. Getting artificial hips when needed are a no-brainer. And even small implants in our hands don’t worry us too much (I have one).

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