Neue Panne beim Verfassungschutz: Sim-Karten von „Corelli“ gefunden


  • Erst kürzlich tauchten Mobilfunkgeräte, die der V-Mann „Corelli“ benutzt haben soll, auf. Jetzt sind bisher unbekannte Sim-Karten dazugekommen.
  • „Corelli“ hatte jahrelang die rechtsradikale Szene für den Verfassungsschutz beobachtet. Bislang ist nicht belegt, ob er Kontakt zu den Terroristen des NSU hatte.
  • Was auf den Datenträger gespeichert ist, ist bislang unbekannt.

Von Stefan Braun und Georg Mascolo | Süddeutsche.de

Das Bundesamt für Verfassungsschutz muss im Fall seines früheren V-Manns mit dem Decknamen „Corelli“ eine neue Panne einräumen. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR sind nach dem früheren Fund eines von Corelli im Jahr 2012 benutzten Handys nun noch einmal Sim-Karten aufgetaucht, die der V-Mann vor seinem Tod 2014 benutzt hatte.

In der Regierung hat das erheblichen Ärger und Kopfschütteln ausgelöst. Zugleich wächst die Unruhe über die Frage, wie oft die Verfassungsschützer immer neue Informationen zu dem ohnehin heiklen Fall nachliefern müssen.

Wie es aus Regierungskreisen hieß, sollte noch am Dienstagabend der NSU-Untersuchungsausschuss informiert werden. In der Kritik dürfte insbesondere der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, stehen.

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