Pfälzischer Kirchenpräsident: Nicht jeder Islam gehört zu Deutschland


Kirchenpräsident Christian Schad bei der UEK-Vollkonferenz 2013 in Düsseldorf. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Präsident der Evangelischen Kirche der Pfalz spricht sich für Gespräche mit der AfD aus – Flüchtlinge, die in Deutschland leben wollen, müssen den demokratischen Rechtsstaat anerkennen.

kath.net

Flüchtlinge, die in Deutschland leben wollen, müssen den demokratischen Rechtsstaat anerkennen. Diese Ansicht äußerte der Präsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad (Speyer), in seinem Bericht vor der Landessynode. Das Kirchenparlament tagt vom 1. bis 4. Juni in Bad Dürkheim. Wie Schad weiter sagte, gehört ein „den Menschenrechten verbundener Islam“ zu Deutschland, ein fundamentalistischer hingegen nicht. Er erwarte von den Muslimen, dass sie gegen Fundamentalismus vorgehen und religiös begründete Gewalt ablehnen.
Schad: Es ist unchristlich, Minarette verbieten zu wollen

Ferner bezeichnete Schad Vielfalt als „gottgewollt.“ Die biblische Geschichte vom Turmbau zu Babel zeige, dass Gott jeder Gleichförmigkeit widerspreche: „Er rettet die Vielfalt gegen die Tilgung alles Fremden“, so Schad. Es sei somit Auftrag der Christen, sich für Flüchtlinge oder den interreligiösen Dialog einzusetzen. Wer hingegen wie die „Alternative für Deutschland“ (AfD) Muslime verdrängen und Minarette verbieten wolle, handle unchristlich. Das widerspreche zudem der Religionsfreiheit. Er rief gleichzeitig die 70 Synodalen auf, das Gespräch mit der AfD zu suchen. Schad forderte ebenso zur Solidarität mit verfolgten Christen auf. Gewalt im Namen einer Religion sei Gotteslästerung.

weiterlesen

1 Comment

  1. „Der Islam gehört zu Deutschland“. (Wie sinnvoll ist der Satz?)

    Der Satz ist ähnlich mit „Das Tätowieren gehört zu Deutschland“.
    Denn: historisch gehört der Islam so wenig zu Deutschland wie das Tätowieren.
    Deutschland ist ein freies Land (Frei für Deutsche, und nicht „frei“ im Sinne… Frei für Illegale Einwanderung).

    Der in Deutschland rechtens lebende Bürger, geniesst Freiheit. Dies beinhält auch die Freiheit des Deutschen Bürgers „sich zu Tätowieren“, oder „dem Islam beizutreten“.
    Aber zu behaupten, dass „der Islam zu Deutschland gehöre“, ist einfach ein Satz der nicht die richtige Balance hat.
    Was stark zu Deutschland gehört ist (unter anderem!) die Christliche Tradition und nicht der Islam.

    Ich schäme mich für Deutschland, wenn es den Bürgern in einer unverhältnismäßigen Weise verbreitet, dass der Islam zu Deutschland gehöre.
    Nein, in der Weise… gehört er nicht zu Deutschland. Statt dessen ist es die Freiheit (der Bürger), die zu Deutschland gehört. Das ist das höhere Gut.
    Es ist Blödheit, oder Unverantwortlichkeit, oder geziehlte Manipulation… wenn in einem selektiven Wahn von political correctness…. nebensächliche Tatsachen hervorgehoben werden; und den Bürgern untergerieben werden.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.