Esoterik: Aberglaube nimmt immer mehr zu


Bild: svz.de
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Was macht Menschen empfänglich für Übersinnliches? Aberglaube und Esoterik spielen auch im Alltag des 21. Jahrhunderts eine Rolle. Eine Spurensuche bei Fans und Forschern.
 

Frankfurter Rundschau

Bis auf die Toilette des englischen Fußballvereins FC Chelsea hat es der Aberglaube geschafft. Kapitän John Terry schwört auf die erfolgbringende Wirkung, wenn er in der heimischen Umkleidekabine nur ein bestimmtes Pinkelbecken benutzt. So erzählt es der 35-Jährige. Einige Teamkollegen zogen nach. Das Ritual soll helfen, den Sieg herbei zu pinkeln.

Glauben an höhere Kräfte spielte auch im oberpfälzischen Willmering eine Rolle, als eine Serie tödlicher Verkehrsunfälle gestoppt werden sollte. Dabei entschied der Gemeinderat schon vor Jahren, einen Wunderheiler zu engagieren. Dieser installierte drei Boxen an der gefährlichen Strecke der Bundesstraße 22. Zur „Entstörung“ gegen Strahlen. Kosten: 1677,90 Euro. Die Reihe der Todesfälle riss ab – warum auch immer.

Unabhängig davon, dass manche von Humbug reden, zeigt beides: Esoterik hat sich im Alltag des 21. Jahrhunderts festgesetzt. Und die Vielfalt der Angebote wächst. Ob Schamane, Schutzengel oder Heilstein – jeder entscheidet längst für sich alleine, wo die Grenze zwischen Sinn und Unsinn liegt.

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