Reliquie mit Papst-Blut aus Kölner Dom gestohlen – Vampire?

blutreliquie
Blutreliquie, Themenbild.

Unbekannte haben ein Stoffläppchen mit einem Blutstropfen von Papst Johannes Paul II. aus dem Kölner Dom entwendet. Der Dompropst appelliert an die Diebe. Der ideelle Verlust sei enorm.

DIE WELT

Aus dem Kölner Dom ist eine Reliquie mit einem Blutstropfen von Papst Johannes Paul II. gestohlen worden. Der Diebstahl sei am frühen Sonntagmorgen von einer Dombesucherin bemerkt worden, teilte die Polizei mit.

Die Reliquie besteht aus einem Stoffläppchen mit einem Blutstropfen des am 2. April 2005 verstorbenen Papstes. Sie befand sich in einer gläsernen Kapsel in einem sogenannten Reliquiar, das laut Erzbistum etwa 40 Zentimeter groß und aus versilberter Bronze ist.

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Populismus auf katholisch (3): Die Kirche als Hohepriester der Regierung

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Sicherlich gibt es viel Leid auf der Welt und jedem ethisch denkenden und handelnden Menschen sollte daran gelegen sein, neben der Maximierung des eigenen Glückes auch das Leid anderer zu minimieren – im Rahmen der Möglichkeiten und des demokratischen Rechtsstaates. Mit letzterem ist es beim katholischen Kirchenführer nicht weit her. Der Vatikan ist einer der wenigen Staaten auf der Welt, die die Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen für säkulares Teufelszeug halten.

Von Lutz Neumann | Achgut.com

Das Asylrecht nach Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 wie auch die Europäische Menschenrechtskonvention werden von der katholischen Kirche in Gestalt der Institution des Vatikans weiterhin abgelehnt. Der Kardinal bewegt sich in einem Club mit Saudi-Arabien, die lieber ihrer übernatürlichen Gesetzgebung – der Scharia – den Vorzug vor rechtsstaatlichen Prinzipien und individuellen Menschenrechten geben. Aber der Kölner Vatikan-Angestellte Kardinal Woelki kommt mit leeren Worten durch. Oder dürfen sich die Vereinten Nationen zukünftig auf den Kardinal und auf den Vatikan als weitere Unterstützer der individuellen Menschenrechte freuen? Eine Nachfrage, die kein Journalist gestellt hat. Die Medien von FAZ über Kölner Stadt-Anzeiger und WDR bis Express nahmen die inkompetente kirchliche Politikberatung unkritisch bis applaudierend auf.

Die inkompetente kirchliche Politikberatung

Auch keine Nachfrage, ob es durch die kirchliche Unterstützung des deutschen Sonderwegs der unkontrollierten Grenzöffnung zugunsten jeder Person, die den Wunsch hat, nach Deutschland einzureisen, mehr Tote und Verletzte auf den Fluchtrouten gegeben hat, oder weniger? Auch nicht eingepreist, was die religiös überhöhte Regierungspolitik bereits kurzfristig an Risiken und Belastungen für die öffentliche Sicherheit und die sozialen Sicherungssysteme und langfristig für die säkular-freiheitliche Orientierung der deutschen Gesellschaft und die nachfolgenden Generationen in Deutschland heißt.

Verglichen zu Woelkis Einlassungen zur Flüchtlings- und Staatskrise sind andere Worte von ihm in dem erwähnten Boulevard-Interview von größerem Realitätssinn geprägt: „Er hat sich so klein gemacht, dass er selbst in einem Stück Brot gegenwärtig wird – das ist die Botschaft von Fronleichnam.“ Der „Er“ in dem Brotstück ist nach Ansicht des Kardinals der mutmaßliche übernatürliche Erschaffer seiner Domschatzkammer, Kölns, Deutschlands, des IS und der USA, der Erde und des gesamten Universums. Diesen tragen er und seine Kollegen in der Substanz des Fleisches und Blutes (in echt!) eines Juden in einem Schaugefäß durch die Städte und Dörfer – glauben sie. Derartiges ist allerdings wahrscheinlicher, als dass Woelkis Worte zum politischen Zeitgeschehen zutreffend sind.

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„Psychische Erkrankungen bei islamistischen Tätern?“

Ein moslemischer Terrorist stach an einem Bahnhof nahe München auf vier Menschen ein, während er „Allahu Akbar“ (Allah ist größer) schrie. Während er den Ruhm Allahs verkündete, rief er, dass all seine Opfer „Ungläubige“ seien. Eine Frau hörte ihn „Ungläubiger, du musst sterben!“ rufen.

Von Daniel Greenfield | Jüdische Rundschau

Die deutschen Behörden kamen zu der unausweichlichen Erkenntnis, dass dieser Angriff nichts mit dem Islam zu tun habe. Stattdessen war der Messerstecher „psychisch krank“ und wahrscheinlich nicht einmal verhandlungsfähig. Der Koran ist nicht verantwortlich. Der Mordanschlag war in seinen seelischen Problemen begründet.

Das ist keine Überraschung. Es ist eine allseits bekannte Tatsache, dass es so etwas wie islamischen Terrorismus nicht gibt. Stattdessen gibt es eine Menge Leute dort draußen, moslemischen Ursprungs, die an einem einzigartigen Paket psychischer Probleme leiden, das sie dazu bringt „Allahu Akbar“ zu schreien, während sie Leute töten, die keine Moslems sind.

Dies sollte jedoch auf keinen Fall der bekanntermaßen friedlichen Religion des Friedens angelastet werden.
Gerade letzte Woche nahm das FBI James Muhammad fest, der „zum Ruhme Allahs“ einen Schusswaffenüberfall auf eine Synagoge in Florida plante. Muhammad erklärte, dass er die Männer, Frauen und Kinder, die in der Synagoge beteten, töten wollte, weil „ich eine Menge Liebe für Allah habe“.

Nicht genug damit, dass diese Geschichte nur wenig mediale Aufmerksamkeit bekam – Muhammads Rechtsanwalt bestand auch noch darauf, dass sein Mandant kein Terrorist sei, sondern nur unter „psychischen Problemen“ leide.
Genauso wie Ahmed Ferhani, der vor einigen Jahren plante eine New Yorker Synagoge zu sprengen, um – nach eigener Aussage – „eine Botschaft der Einschüchterung an die jüdische Bevölkerung New Yorks zu schicken“.

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Wallfahrtsphänomen Ajvatovica: „Die Leute hatten kein Geld, um nach Mekka zu reisen“

wölfl Ajvatovica ist die größte Wallfahrt der Muslime auf dem Balkan und damit in Europa.
Ajvatovica ist das größte Treffen von Muslimen in Europa und wirkt ein wenig wie eine PR-Veranstaltung für die Türkei

Von Adelheid Wölfl | derStandard.at

Einbeinige und andere Versehrte sitzen am Wegrand und betteln. Die meisten Pilger gehen nicht an ihnen vorbei. Sie sind mit Bussen in aller Herrgottsfrühe angereist. Die Frauen tragen lange Röcke und Kopftücher, wie Bäuerinnen. Vom Ort Prusac auf den Berg hinauf, sind es etwa sieben Kilometer. Die Träger der blumengeschmückten Stangen, an denen grüne islamische Fahnen hängen, gehen mit den Imamen voran. Der Holunder blüht. Wem zu heiß wird, der setzt sich einfach ins Gras. In Bosnien-Herzegowina sieht man das oft: Menschen, die seelenruhig in der Wiese sitzen.

Ajvaz Dede dürfte es vor 500 Jahren etwas eiliger gehabt haben. Der Derwisch, der im 15. Jahrhundert aus Anatolien nach Zentralbosnien gekommen sein soll, ging der Legende nach im Jahre 1510 zu einem Felsen, der eine Quelle vom Weiterfließen abhielt. Angeblich soll Ajvaz Dede 40 Tage Allah um Wasser gebeten haben. In der vierzigsten Nacht soll er geträumt haben, dass zwei Widder mit ihren Hörnern den Stein zerschlagen. Und als er erwachte, soll der Fels gespalten gewesen sein.

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Jüdisches Filmfestival mit Politsatire eröffnet

Bild: JFBB
Bild: JFBB

Mit der israelischen Politsatire „90 Minuten – Bei Abpfiff Frieden“ über ein Fußballmatch zwischen Israelis und Palästinensern um das Heilige Land ist am Samstag das diesjährige Jüdische Filmfestival Berlin und Potsdam eröffnet worden.

 

evangelisch.de

Bis 19. Juni kommen in der 22. Ausgabe des Festivals insgesamt 44 Filme zur Aufführung, die etwas mit Judentum oder Jüdisch sein zu tun haben. Dabei werden nach Angaben der Veranstalter die vielen Facetten jüdischen Lebens und dessen ständigen Wandels in Deutschland, Israel, Europa und dem Rest der Welt gezeigt.

Eröffnet wurde das Jüdische Filmfestival mit einer Gala im Potsdamer Hans-Otto-Theater mit den beiden Schirmherren, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (beide SPD). Festivalpate ist in diesem Jahr der Schauspieler Benjamin Sadler.

Woidke würdigte das Festival als „wichtigen Botschafter für Toleranz und Weltoffenheit“. Es bringe jüdisches Leben nahe und fördere den Austausch zwischen Menschen, Nationen und Kulturen. „Das Filmfestival zeigt in seiner ganzen Bandbreite, wie vielfältig jüdisches Leben ist und dass es einen lebendigen kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Israel gibt“, so Woidke. „Es wird gebraucht als Brückenbauer, als Fenster und als Teil einer vielfältigen Arbeit gegen Fremdenhass und Intoleranz.“

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Demonstration von Atheisten und Religionsskeptikern in Washington

Die atheistische Bedrohung
Die atheistische Bedrohung

Nicht-religiöse Menschen wollen sich in der US-Politik mehr Gehör verschaffen: Mehrere tausend Atheisten, Agnostiker und Religionsskeptiker haben am Samstag (Ortszeit) an einer „Kundgebung für Vernunft“ vor dem Lincoln-Denkmal in Washington teilgenommen. Sie forderten, rationales Denken müsse „religionsmotivierte Ideologie“ ersetzen.

evangelisch.de

„Wir werden nicht mehr schweigen, unsere Bewegung wächst“, sagte Koordinatorin Lyz Liddell. Es gebe Millionen Atheisten in den USA, betonte Robyn Blumner vom Freidenkerverband „Center for Inquiry“.

Bei Streitfragen wie Rechte für Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen (LGBT), Abtreibung, Religionsfreiheit und Klimawandel habe Religion ungebührlichen Einfluss, hieß es. Blumner sagte, Politiker ignorierten die Forderungen nach einer Trennung von Religion und Staat, weil Freidenker und Atheisten „nicht laut genug“ aufträten. Die LGBT-Bewegung habe gezeigt, dass „coming out“ der erste Schritt sei, anerkannt zu werden.

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Petry nennt „brutale“ Rentenreform notwendig

renteParteichefin Frauke Petry fordert eine längere Lebensarbeitszeit der Deutschen. Zudem müssten die Renten gekürzt werden. Auch Kinderlose trifft es nach Vorstellung der AfD hart.

Von Beat Balzli, Matthias Kamann | DIE WELT

Nach dem Willen von AfD-Chefin Frauke Petry sollen die Bürger in Deutschland länger als bisher arbeiten und zudem Einschnitte bei den Renten hinnehmen. „An einer weiteren Verlängerung der Lebensarbeitszeit führt kein Weg vorbei“, sagte Petry der „Welt am Sonntag“. Außerdem werde man „vermutlich über eine weitere Kürzung der Renten reden müssen“. Dies sei „brutal“, aber unabdingbar, da angesichts der demografischen Entwicklung für die Rentenkassen schwere Zeiten anbrechen würden.

Zur langfristigen „Entlastung der Sozialkasse“ brauche das Land „einen stärkeren innerfamiliären Zusammenhalt“ sowie mehr Geburten, sagte Petry. Eine höhere Geburtenrate wolle die Partei durch eine Familienpolitik ermöglichen, bei der Kinderlose stärker belastet würden als bisher. „Familien soll weniger Geld abgezogen werden, ärmere Familien wollen wir bei den Sozialbeiträgen entlasten. Das wird von Kinderlosen mitfinanziert werden müssen.“

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Morddrohungen an Heiko Maas: Neun-Millimeter-Patrone im Briefkasten

Guns-and-Ammunition

Rechtsextreme drohen, Justizminister Heiko Maas zu töten – und kündigen Ort, Datum und Uhrzeit an. „Einfach ekelhaft“, sagt der Betroffene. Er vermutet Verbindungen zu Pegida und zur AfD.

Frankfurter Allgemeine

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ist nach eigenen Angaben Morddrohungen und anderen Attacken von Rechtsextremen ausgesetzt. Er erhalte „Morddrohungen mit Ort, Datum, Uhrzeit“, sagte Maas der „Bild am Sonntag.“ In den Briefkasten seiner Privatwohnung habe jemand „eine Neun-Millimeter-Patrone“ geworfen.

Die Täter kommen laut Maas aus der rechten Szene: „Vor allem Pegida, AfD, NPD und was es sonst noch in der rechten Ecke gibt. Das ist der Teil der Gesellschaft, der sich auch sonst in Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ergießt.“ Er habe in seiner 20-jährigen politischen Laufbahn nie „so viel Rohheit wie heute“ erlebt, sagte Maas. Massiv zugenommen hätten die Attacken, nachdem er Pegida als eine Schande für Deutschland bezeichnet habe. Er wolle seine Arbeit aber „unbeeinflusst von irgendwelchen Hasskommentaren machen, seien sie noch so heftig“, sagte Maas. Das meiste ignoriere er, „allein schon, weil es einfach zu viel ist“. Nach einem Talkshowauftritt „kommen schon mal locker 500 Zuschriften“.

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Nur Flugzeuge und Soldaten gegen den IS reichen nicht aus

Gepanzerte Fahrzeuge der irakischen Anti-Terror-Truppen fahren am 2.4.2016 in der Nähe der Stadt Hit durch ein Gebiet, das von der IS-Terromiliz zurückerobert wurde. (MOADH AL-DULAIMI / AFP)
Dass die Terrorgefahr real sei, hätten die Festnahmen von Düsseldorf gezeigt, kommentiert Tomas Avenarius von der „Süddeutschen Zeitung“. Erfolge im Kampf gegen den IS im Nahen Osten seien kein Grund zur Entwarnung. Wer wirklich gegen die Terrororganisation vorgehen wolle, der müsse nicht nur Flugzeuge und Soldaten schicken.

Von Tomas Avenarius | Deutschlandfunk

Wenn sich der UNO-Generalsekretär zu Wort meldet, wird es meist ernst. Weil der „Islamische Staat“ in seinem Herrschaftsgebiet Irak militärisch unter Druck gerät, werden sich die Militanten jetzt auf spektakuläre neue Anschläge verlegen, warnt Ban Ki Moon. Es gehe dem „Islamischen Staat“ um die internationale Bühne. Was das konkret heißt, ist seit den Anschlägen von Paris und Brüssel klar: Das Ziel ist Europa.

Dass die Terrorgefahr auch in Deutschland real ist, zeigt die Festnahme jener drei Männer, die angeblich einen Anschlag im Zentrum von Düsseldorf geplant hatten. Ein Massaker mit Kalaschnikows und Sprengstoffgürteln, so wie in Paris oder Brüssel. Ein Albtraum.

So bedrohlich der IS wirkt – im Nahen Osten, wo er herkommt, ist er geschwächt. Der Blutzoll ist hoch wegen der seit dem Sommer 2014 laufenden Luftangriffe, die eine von den Amerikanern geführte Koalition westlicher und arabischer Staaten fliegt. Und am Boden setzen die irakische Armee, die Kurden und schiitischen Milizen dem Kalifat zu.

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Dodo Müller hebt Anerkennung einer Marienerscheinung auf

Our Lady, Mediatrix of All Grace. Karmel von Lipa. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 4.0

Die Erscheinung im Karmel von Lipa (Philippinen) habe keinen übernatürlichen Ursprung. Die Anerkennung der Erscheinung durch den Erzbischof von Lipa sei ungültig, stellt die Glaubenskongregation fest.

kath.net

Die angebliche Marienerscheinung im Karmel von Lipa (Philippinen) ist nicht übernatürlichen Ursprunges. Mit dieser Entscheidung hat die Glaubenskongregation die erst im September 2015 erfolgte Anerkennung der Erscheinung durch Ramon Cabrera Arguelles, den Erzbischof von Lipa, aufgehoben.
Im Jahr 1948 erschien einer damals 19-jährigen Karmelitennovizin angeblich 19 mal die Muttergottes. 1951 hatte die Erzdiözese Lipa erklärt, die Erscheinung sei keine „übernatürliche Intervention“ und hatte die Verehrung verboten. Dieses Verbot wurde allerdings nicht eingehalten.

Die Erklärung aus dem Jahr 1951 sei damals vom Papst bestätigt worden und daher endgültig. Das Dekret von Erzbischof Arguelles sei daher ungültig, heißt es in dem von Kardinal Müller unterfertigten Schreiben.

Manú-Nationalpark in Peru: Im Regenwald auf Affenjagd

Yoina Mameria Nontsotega hat einen treuen Spielgefährten. Beim Baden im Fluss Yomibato mitten im Manú-Nationalpark hält sich ihr zahmer Braunrückentamarin an den Haaren des Machiguenga-Mädchens fest. © Charlie Hamilton James/National Geographic
Der Manú-Nationalpark im Regenwald von Peru ist nicht nur wegen seiner Artenvielfalt einzigartig. In ihm darf sogar gejagt werden – aber nur mit Pfeil und Bogen.
 

Von Emma Marris | stern.de

Elias gehört zu einer Gruppe von knapp tausend Machiguenga, die in dem riesigen Regenwaldareal im Amazonasgebiet leben. Sie haben sich vor allem am Ufer des Flusses Manú und seiner größten Nebenflüsse niedergelassen. Indigene Parkbewohner wie die Machiguenga haben das Recht, die Pflanzen und Tiere im Park für den Eigenbedarf zu nutzen. Aber sie sind nicht berechtigt, ohne Genehmigung Parkressourcen zu verkaufen, und sie dürfen für die Jagd keine Schusswaffen verwenden.

Elias baut mit seiner Frau auf einer Lichtung am Fluss Yomibato Baumwolle, Yucca und andere Pflanzen an. Ihre Kinder sammeln Früchte und Pflanzen. Elias fängt Fisch und fällt Bäume. Und er jagt: vor allem Schwarzgesichtklammeraffen und Braune Wollaffen, die Lieblingsspeisen der Machiguenga. Beides gefährdete Arten.

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Missbrauch in der Kirche: Papst zieht Bischöfe zur Rechenschaft

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Vergangenes Jahr richtete der Papst ein Gericht für Bischöfe ein, die Missbrauchsfälle aktiv vertuschten – Jetzt macht er einen weiteren Schritt: Auch bei Verstößen gegen die Sorgfaltspflicht droht Bischöfen die Absetzung.

kath.net

Katholischen Bischöfen droht bei nachlässigem Umgang mit Missbrauchsfällen künftig die Entlassung aus dem Amt. Ein am Samstag veröffentlichter Erlass von Papst Franziskus sieht die Absetzung vor, wenn sich ein Bischof einer schweren Sorgfaltspflichtverletzung beim Vorgehen gegen Missbrauch Minderjähriger oder schutzbedürftiger Erwachsener schuldig macht. Auch bei anderen groben Nachlässigkeiten – etwa im Umgang mit Finanzen – können Bischöfe bald ihren Posten verlieren.

Der Erlass in der Form eines sogenannten Motu Proprio trägt Titel „Come una madre amorevole“ nach den Anfangsworten: „Wie eine liebevolle Mutter liebt die Kirche alle ihre Kinder, aber mit ganz besonderer Zuneigung sorgt sie sich um die kleinsten und schwächsten und schützt sie.“

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Erdoğan glaubt an Verschwörung gegen Türkei

Bild: FB
Bild: FB
  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat betont, dass die Türkei die Anschuldigung des Völkermords an den Armeniern niemals akzeptieren werde.
  • Nach der Völkermord-Resolution des Bundestages äußert sich Erdoğan außerdem enttäuscht über Angela Merkel. Die Kanzlerin habe ihm versprochen, ihren Einfluss geltend zu machen, um die Annahme der Resolution zu verhindern.
  • Feindliche Kräfte in Deutschland seien in Verschwörungen gegen die Türkei verwickelt.

Süddeutsche.de

Nach der Völkermord-Resolution im Bundestag hat sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan enttäuscht über Kanzlerin Angela Merkel geäußert.

Er verstehe nicht, warum die CDU-Vorsitzende es nicht geschafft habe, ihre eigene Partei dazu zu bringen, gegen die Resolution zu stimmen, sagte Erdoğan in einem Interview, das in mehreren türkischen Medien veröffentlicht wurde.

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Gefängnisseelsorger: „Auch Muslime brauchen Begleitung in der Haft”

Jugendstrafanstalt – „gebessert“ kommt hier kaum einer heraus – AFP. BIld: Radio Vatikan
Am 6. November feiert Papst Franziskus das Heilige Jahr mit Gefangenen: Auch sie sollen die befreiende Kraft der Barmherzigkeit spüren. Über diese Geste freut sich Günter Berkenbrink, Diözesanbeauftragter für die Gefängnisseelsorge im Erzbistum Köln.

Radio Vatikan

Mit Radio Vatikan sprach er über den Gefängnisalltag in diesem außerordentlichen Heiligen Jahr und über aktuelle Probleme wie religiöse Radikalisierung. Ein Thema, dem sich auch ein europäisches Treffen von Gefängnisseelsorgern am Sitz des Europarates in Straßburg Anfang der Woche widmete, organisiert vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und der Ständigen Vertretung des Heiligen Stuhls beim Europarat. Und am Freitag erst warnte ein Imam vor einem in England und Wales in Gefängnissen verwendetes Lehrbuch über den Islam, das radikale Ansichten verbreite. 

Günter Berkenbrink arbeitet seit 18 Jahren in der katholischen Gefängnisseelsorge. Seit fünf Jahren ist er in der JVA Wuppertal-Ronsdorf, einem modernen Jugendgefängnis mit 510 Haftplätzen für 14- bis 24-Jährige. Radikalisierung ist auch hier Thema. Zum Zeitpunkt des Interviews findet in der Anstalt eine Weiterbildung mit Islamwissenschaftlern statt, die das Land Nordrhein-Westfalen vor wenigen Monaten eingestellt hat.

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US-Wissenschaftler wollen synthetisches Humangenom herstellen

Bild: merakname.com
Bild: merakname.com
Forscher: Keine Erschaffung von künstlichem Menschen geplant

DIE WELT

US-Wissenschaftler wollen das menschliche Genom synthetisch herstellen. Das Projekt mit dem Namen „Human Genome Project–Write“ (HGP-write) wird in der neuen Ausgabe des Fachmagazins „Science“ vorgestellt. Ziel sei es, die rund drei Milliarden sogenannten Basenpaare des menschlichen Genoms aus ihren chemischen Komponenten herzustellen und sie in lebende Zellen einzupflanzen.

„Gott und die Welt – Meine dunkle Seite“: Ein Leben in Schwarz

Protagonisten Freyja McLeod und Matthias Witte aus Osnabrück. Foto: MDR/Tilo Holzapfel
Protagonisten Freyja McLeod und Matthias Witte aus Osnabrück. Foto: MDR/Tilo Holzapfel
Für viele eine rätselhafte Welt: Menschen mit sinistrem Äußeren, melancholischer Musik zugeneigt, gegen Konsum eingestellt, scheinbar morbid und der Welt entfremdet. Eine sehenswerte Reportage im Ersten befasst sich mit der Schwarzen Szene.

Von Harald Keller | Frankfurter Rundschau

Beim jährlichen „Wave Gotik Treffen“ lauern die Fotografen und machen leichte Beute. Das Leipziger Festival wurzelt in der Subkultur der Gothics und ihrer Vorliebe für Weltschmerz, Innerlichkeit und Schwarze Romantik. Inzwischen aber treten in Leipzig auch Anhänger eines extrovertierten Lebensstils in Erscheinung, stellen aufwändige Kostüme und Maskenbilder mit Anleihen bei Märchen, Steampunk, Rollenspiel, Mittelalter zur Schau und genießen die öffentliche Aufmerksamkeit.

Ronny Rabe, Matthias Witte und seine Freundin Freyja MacLeod gehören zu jenen, die den Schwarzen Stil der Gothics nicht nur bei solchen Szeneereignissen pflegen, sondern zur Lebensanschauung erhoben haben. Sie tragen auch im Alltag schwarze Kleidung, schwarz gefärbte Haare und dunkle Lippen, einen leichenblassen Teint, Tätowierungen. Keine Modeerscheinung, sondern Ausdruck ihrer Befindlichkeit, wie die drei gegenüber der Filmautorin Anna Schmidt übereinstimmend betonen.

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Is the Universe Expanding Faster Than We Thought?

Universum Nasa, Esa, Hubble SM4 ERO Team
Universum Nasa, Esa, Hubble SM4 ERO Team
The idea that the Universe is expanding is nothing new. It’s been expanding since the Big Bang—some 13.7 billion years ago. However, according to new research, it’s expanding at a much faster rate than previously thought.

By Amy Thompson | MOTHERBOARD

The findings will be published in the upcoming edition of the Astrophysical Journal, and a pre-print is available here.

Adam Riess of Johns Hopkins University and the Space Telescope Science Institute is a Nobel laureate and lead author on the paper, which details how his team measured the rate of expansion with a higher degree of precision. The new measurements show the Universe is expanding at a rate of 45.5 miles (73.2 kilometers) per second per megaparsec (one megaparsec is equivalent to 3.26 million light-years)—that’s a whopping 5-9 percent faster than previous calculations.

So what does this new rate of expansion mean? It tells us that over the next 9.8 billion years, the distance between our galaxy and our closest cosmic neighbors will double. It may not seem like much, but on a cosmological scale, this is a big discrepancy.

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