Gefängnisseelsorger: „Auch Muslime brauchen Begleitung in der Haft”


Jugendstrafanstalt – „gebessert“ kommt hier kaum einer heraus – AFP. BIld: Radio Vatikan
Am 6. November feiert Papst Franziskus das Heilige Jahr mit Gefangenen: Auch sie sollen die befreiende Kraft der Barmherzigkeit spüren. Über diese Geste freut sich Günter Berkenbrink, Diözesanbeauftragter für die Gefängnisseelsorge im Erzbistum Köln.

Radio Vatikan

Mit Radio Vatikan sprach er über den Gefängnisalltag in diesem außerordentlichen Heiligen Jahr und über aktuelle Probleme wie religiöse Radikalisierung. Ein Thema, dem sich auch ein europäisches Treffen von Gefängnisseelsorgern am Sitz des Europarates in Straßburg Anfang der Woche widmete, organisiert vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und der Ständigen Vertretung des Heiligen Stuhls beim Europarat. Und am Freitag erst warnte ein Imam vor einem in England und Wales in Gefängnissen verwendetes Lehrbuch über den Islam, das radikale Ansichten verbreite. 

Günter Berkenbrink arbeitet seit 18 Jahren in der katholischen Gefängnisseelsorge. Seit fünf Jahren ist er in der JVA Wuppertal-Ronsdorf, einem modernen Jugendgefängnis mit 510 Haftplätzen für 14- bis 24-Jährige. Radikalisierung ist auch hier Thema. Zum Zeitpunkt des Interviews findet in der Anstalt eine Weiterbildung mit Islamwissenschaftlern statt, die das Land Nordrhein-Westfalen vor wenigen Monaten eingestellt hat.

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