Manú-Nationalpark in Peru: Im Regenwald auf Affenjagd


Yoina Mameria Nontsotega hat einen treuen Spielgefährten. Beim Baden im Fluss Yomibato mitten im Manú-Nationalpark hält sich ihr zahmer Braunrückentamarin an den Haaren des Machiguenga-Mädchens fest. © Charlie Hamilton James/National Geographic
Der Manú-Nationalpark im Regenwald von Peru ist nicht nur wegen seiner Artenvielfalt einzigartig. In ihm darf sogar gejagt werden – aber nur mit Pfeil und Bogen.
 

Von Emma Marris | stern.de

Elias gehört zu einer Gruppe von knapp tausend Machiguenga, die in dem riesigen Regenwaldareal im Amazonasgebiet leben. Sie haben sich vor allem am Ufer des Flusses Manú und seiner größten Nebenflüsse niedergelassen. Indigene Parkbewohner wie die Machiguenga haben das Recht, die Pflanzen und Tiere im Park für den Eigenbedarf zu nutzen. Aber sie sind nicht berechtigt, ohne Genehmigung Parkressourcen zu verkaufen, und sie dürfen für die Jagd keine Schusswaffen verwenden.

Elias baut mit seiner Frau auf einer Lichtung am Fluss Yomibato Baumwolle, Yucca und andere Pflanzen an. Ihre Kinder sammeln Früchte und Pflanzen. Elias fängt Fisch und fällt Bäume. Und er jagt: vor allem Schwarzgesichtklammeraffen und Braune Wollaffen, die Lieblingsspeisen der Machiguenga. Beides gefährdete Arten.

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