Morddrohungen an Heiko Maas: Neun-Millimeter-Patrone im Briefkasten


Guns-and-Ammunition

Rechtsextreme drohen, Justizminister Heiko Maas zu töten – und kündigen Ort, Datum und Uhrzeit an. „Einfach ekelhaft“, sagt der Betroffene. Er vermutet Verbindungen zu Pegida und zur AfD.

Frankfurter Allgemeine

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ist nach eigenen Angaben Morddrohungen und anderen Attacken von Rechtsextremen ausgesetzt. Er erhalte „Morddrohungen mit Ort, Datum, Uhrzeit“, sagte Maas der „Bild am Sonntag.“ In den Briefkasten seiner Privatwohnung habe jemand „eine Neun-Millimeter-Patrone“ geworfen.

Die Täter kommen laut Maas aus der rechten Szene: „Vor allem Pegida, AfD, NPD und was es sonst noch in der rechten Ecke gibt. Das ist der Teil der Gesellschaft, der sich auch sonst in Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ergießt.“ Er habe in seiner 20-jährigen politischen Laufbahn nie „so viel Rohheit wie heute“ erlebt, sagte Maas. Massiv zugenommen hätten die Attacken, nachdem er Pegida als eine Schande für Deutschland bezeichnet habe. Er wolle seine Arbeit aber „unbeeinflusst von irgendwelchen Hasskommentaren machen, seien sie noch so heftig“, sagte Maas. Das meiste ignoriere er, „allein schon, weil es einfach zu viel ist“. Nach einem Talkshowauftritt „kommen schon mal locker 500 Zuschriften“.

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