Nur Flugzeuge und Soldaten gegen den IS reichen nicht aus


Gepanzerte Fahrzeuge der irakischen Anti-Terror-Truppen fahren am 2.4.2016 in der Nähe der Stadt Hit durch ein Gebiet, das von der IS-Terromiliz zurückerobert wurde. (MOADH AL-DULAIMI / AFP)
Dass die Terrorgefahr real sei, hätten die Festnahmen von Düsseldorf gezeigt, kommentiert Tomas Avenarius von der „Süddeutschen Zeitung“. Erfolge im Kampf gegen den IS im Nahen Osten seien kein Grund zur Entwarnung. Wer wirklich gegen die Terrororganisation vorgehen wolle, der müsse nicht nur Flugzeuge und Soldaten schicken.

Von Tomas Avenarius | Deutschlandfunk

Wenn sich der UNO-Generalsekretär zu Wort meldet, wird es meist ernst. Weil der „Islamische Staat“ in seinem Herrschaftsgebiet Irak militärisch unter Druck gerät, werden sich die Militanten jetzt auf spektakuläre neue Anschläge verlegen, warnt Ban Ki Moon. Es gehe dem „Islamischen Staat“ um die internationale Bühne. Was das konkret heißt, ist seit den Anschlägen von Paris und Brüssel klar: Das Ziel ist Europa.

Dass die Terrorgefahr auch in Deutschland real ist, zeigt die Festnahme jener drei Männer, die angeblich einen Anschlag im Zentrum von Düsseldorf geplant hatten. Ein Massaker mit Kalaschnikows und Sprengstoffgürteln, so wie in Paris oder Brüssel. Ein Albtraum.

So bedrohlich der IS wirkt – im Nahen Osten, wo er herkommt, ist er geschwächt. Der Blutzoll ist hoch wegen der seit dem Sommer 2014 laufenden Luftangriffe, die eine von den Amerikanern geführte Koalition westlicher und arabischer Staaten fliegt. Und am Boden setzen die irakische Armee, die Kurden und schiitischen Milizen dem Kalifat zu.

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