Auftritt des AfD-Vize: Herr Gauland, Sie sind rechtsradikal


Alexander Gauland (2014). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0/blu-news.org
AfD-Vize Gauland bedient sich einer NPD-Parole und vertritt rechtsradikale Ansichten. Auch wenn er eine völkische Position abstreitet: Seine Rhetorik macht die Radikalisierung der Rechtspopulisten deutlich.
 

Ein Kommentar von Britta Kollenbroich | SpON

Alexander Gauland hat in den vergangenen Tagen keine Gelegenheit ausgelassen, sich von Rechtsradikalismus zu distanzieren. „Nein, ich bin natürlich kein Rassist“, sagt er im Interview mit dem SPIEGEL. „Mit irgendwelchen rechten Gruppen haben wir gar nichts am Hut“, spricht er ins Mikro der „heute“-Nachrichten.

Einzig: Es stimmt nicht.

Auch in Elsterwerda ruft Gauland am Donnerstagabend seinen Zuhörern zu: „Lasst euch nicht einreden von den Medien, das seien völkische Positionen.“ Da hat er gerade fast 20 Minuten die „Politik der menschlichen Überflutung“ kritisiert, vor dem „Versuch, das Deutsche auszulöschen“ gewarnt und an seine Zuhörer appelliert, „das Erbe der Väter und Vorväter zu bewahren, in diesem Lande zusammenzustehen in dem Sinne, wie es auf diesem Plakat steht“.

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