Identitäre und Reichsbürger: Varianten der Staatsverdrossenheit


Symbol der Identitären Bewegung Deutschland. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0
Symbol der Identitären Bewegung Deutschland.
Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0

Politikverdrossenheit kanalisiert sich nicht nur über die AfD. Auch andere Gruppierungen bekommen Zulauf: Etwa Reichsbürger oder die rechte „Identitäre Bewegung“.

Frankfurter Rundschau

Verfassungsfeind? Nein, er jedenfalls nicht, sagt Joachim Widera. Wie auch. Als sogenannter Reichsbürger erkennt er die Bundesrepublik Deutschland mitsamt Verfassung ohnehin nicht an. Er lehnt zwar nach eigenen Worten jede Form von Gewalt ab, aber nicht alle Reichsbürger denken so. Sie und neuerdings vor allem die rechte „Identitäre Bewegung“ beschäftigen Verfassungsschützer zunehmend.

Die Reichsbürger, Reichsdeutschen oder auch Germaniten fühlen sich als Bürger des Deutschen Reichs und halten die Bundesrepublik für einen Unrechtsstaat. In ihren Reihen finden sich auch Personen, die sich gewaltbereit zeigen oder schlicht rechtsextrem agieren. Bis zu 1000 Menschen aus der Reichbürgerszene hätten ein „geschlossenes rechtsextremes Weltbild“, sagt der Rechtsextremismus-Experte Timo Reinfrank von der Amadeu Antonio Stiftung. „Die Szene wächst.“

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