„Keine Religion schreibt einem vor, ein Arschloch zu sein“


Foto: Jens Gyarmaty / Visum / picturedesk.com/Jens Gyarmaty/picturedesk.com Der 28 Jahre alte Israeli Shahak Shapira im jüdischen Museum in Berlin
„Der deutscheste Jude der Welt“. Shahak Shapira, 28, schreibt über sein Leben. „Rassismus ist immer dumm, egal gegen wen“.

Von Susanne Bobek | kurier.at

Shahak Shapira wurde in der Neujahrsnacht 2015 in der Berliner U-Bahn niedergeschlagen, weil er es sich nicht gefallen ließ, dass in der U-Bahn „Fuck Israel“ und „Fuck Juden“ gegrölt wurde. Nur einer der sieben Gewalttäter wurde verurteilt. Für den Richter stand es Aussage gegen Aussage.

Der 28-jährige Shahak (gesprochen Schach-Hack) Shapira ist Berliner, Israeli und Jude. Seit dem Vorfall ist er bekannt. Er kämpft gegen Klischees, will sich von niemandem vereinnahmen lassen und schreibt in seinem neuen Buch: „Keine Religion dieser Welt schreibt einem vor, ein Arschloch zu sein.“

Der Buchtitel: „Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen. Wie ich der deutscheste Jude der Welt wurde“. Diese lesenswerte Autobiografie gibt tolle Einblicke in das jüdische, säkulare Leben in Berlin. Shapira sieht sich nicht unbedingt vom Zentralrat der Juden vertreten. Er ist moderner.

weiterlesen

3 Comments

  1. Stimmt, vorgeschrieben ist das nicht. Aber zweckmäßig ist es schon. Die Freiwilligkeit dazu, garantiert den Anbietern die Existenz. 🙂

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.