Christdemokraten für das Leben: Dodo des Monats Mai 2016


Dodo des Monats Mai 2016 ©HFR
Dodo des Monats Mai 2016
©HFR

cdl_1Forschern der Rockefeller Universität (USA) und des King’s College in Cambridge (Großbritannien) ist es erstmals gelungen, menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter zu züchten und diese 13 Tage am Leben zu erhalten. Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen sowohl in den USA als auch in Großbritannien wurde der Versuch abgebrochen.
Für den Verein „Christdemokraten für das Leben“ ein unglaublicher Vorfall. Menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter. Das ist gegen die Moral des Christentums. Das wäre ja noch in Ordnung, so lange es sich um das Christentum handelt. Die obskuren Lebensschützer, gequält von pränatalen Fruchtwasser-Träumen, können für ihresgleichen sprechen, aber nicht für andere. Halten wir fest.

Die Vereinsmitglieder glauben an die Jungfrauengeburt, glauben an sprechende Schlangen, glauben, dass ihr Gott mittels der großen Flut den größten Genozid menschlicher Geschichte auslöste und Noah beauftragt wurde die Arche zu bauen, um der Tierwelt ein überleben zu sichern. Paarweise, zwecks Reproduktion, wurde die Tiere auf die Arche getrieben oder fanden sich ein. Mit anderen Worten, die Pinguine aus der Antarktis mühten sich auf das heftigste in den Nahen Osten zu kommen. Australische Kängeruhs hüpften gen Noah. Südamerikanische Faultiere, nicht die schnellsten in der Fortbewegung ebenso.  Es muss also ein paar Geschöpfe gegeben haben, die die Fähigkeit übers Wasser zu gehen schon vor dem Gottessohn besaßen.  Noahs Familie, seine Ehefrau und seine drei Söhne, alle verehelicht, wurden die Stammväter der Menschen. Der zweite inzentuöse Schöpfungsakt des Christengottes.

Mit diesem Scheiß im Kopf wollen die Mitglieder des Vereins grundlegend anderen Menschen ihr Weltbild aufzwingen. Die Reproduktion des Menschen sichert den Händefaltern und der Pfaffenschaft den Nachwuchs und die Vererbung ihres Obskurantismus. Geht die Menschheit andere Wege, um sich aus dem wissenschaftlich-technisch Fortschritt ergebende Lösungen nutzbar zu machen ist das Geschrei der Fortschrittsfeinde groß. Für sich selbst können sie Entscheidungen im Rahmen ihres Glaubens treffen. Darüber hinaus nicht. Man sollte ihnen ein ganz bestimmtes und deutliches „Schnauze halten“ ins Gesicht schleudern.
Die christliche Realität ist eine andere. Die Menschenliebe des christlichen Gottes lässt wohlgefällig tausende Menschen im Mittelmeer ersaufen, die Unschuldigsten der Schöpfung, Kinder, erkranken an Krebs, werden verkauft, gejagt, getötet und von kinderfickenden Priestern missbraucht.

Man macht sich Sorgen um das Leben. Welches in den Augen der Christen-Fundis mit der Befruchtung der Eizelle beginnt.  Vor der möglichen Befruchtung werden Millionen Spermien abgetötet. Welch eine Verschwendung und nur ein Spermium trifft das 80.000-fach größere Ei.  Selbst Jesus musste diesen komplizierten und gefährlichen Weg gehen. Nach dem Eindringen des Spermiums in die Eizelle ist noch lange keine Party angesagt. Die befruchtete Eizelle wandert nun in Richtung Gebärmutter, bleibt sie im Eileiter, kann es zur Eileiterschwangerschaft kommen, mit allen negativen Konsequenzen.
In der Gebärmutter nistet sich die befruchtete Eizelle ein. Ist das Einnisten nicht erfolgreich, man geht immerhin von 50% Fehlerquote aus, geht das befruchtete Ei ab. Oftmals völlig unbemerkt. Was gedenken denn die „Christdemokraten für das Leben“ gegen diese hohe Fehlerquote beim Einnisten zu unternehmen. Immerhin, es wird ja in ihrem Sinne Leben vernichtet. Vielleicht sollte die befruchtete Eizelle durch ein Gesetz gezwungen werden sich einzunisten, oder einen Bibelspruch, einen Exorzismus, pfäffische Nachhilfe. Gebete helfen eh nicht, sie kommen immer zu spät und ändern nichts.

In dem Sinne. Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Für uns wichtig, solchen vernunftfernen Zeitgenossen die Macht, die sich politisch haben, weiter zu kürzen. Mit ihren Blödsinn richten sie sonst noch die Menscheit zu grunde.