Google hat ein Chrome Plug-in deaktiviert, das jüdische Webnutzer identifiziert


chromeSprachlos. Manchmal kann man derzeit sprachlos sein. Da schwafeln ein Parteivize von Fußballern, neben denen „Bürger“ (was immer das sein soll) nicht wohnen wollen (und dann angeblich auch nicht deren Hautfarbe kennen), binden Bürgerwehren angeblich zum Schutz von allen Asylbewerber an Bäumen fest (und die Polizei findet das auch noch gut), und ein Viertel derer, die zur Wahl gehen, protestiert angeblich, anstatt zu wählen.

Von Harald Taglinger | TELEPOLIS

Oder sie stellen ihren Rassismus offen zur Schau. Ist ja auch logisch, genau, ein Mensch ist wegen seiner Abstammung weniger wert (wie immer man diesen Wert festlegen will). Dunkle Zeiten sind das. Sogar Google muss bei den Plug-ins eingreifen. Und zwar so, wie man es sich einfach nicht ausmalen kann. Das ist auch zu blöde.

Jaja, ich beruhige mich ja schon wieder.

Der Coincidence Detektor ist aus dem Webstore verschwunden, nachdem ihn Google dort entfernt hat. Was diese Extension in Chrome gemacht hat: Beim Surfen hat das Machwerk allen jüdischen Namen des öffentlichen Lebens im Web Markierungsklammern hinzugefügt. Sozusagen einen digitalen Judenstern verpasst. 8700 Namen hatte die Datenbank gespeichert, auf die der Coincidence Detector zugriff und seinen 2700 Nutzern diese Markierungen anzeigte. Jetzt ist Schluss damit.

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