Handel mit geschützten Tieren: Eine 300-Milliarden-Dollar-Sünde


Der Handel mit geschützen Tieren boomt. (Bild: Hotli Simanjuntak / Keystone)
Handel mit geschützten Tieren, Sondermüll oder illegalem Gold: Die Umsätze mit Umweltverbrechen wachsen doppelt so schnell wie die Weltwirtschaft. Die Ermittler sehen sich auf der Verliererstrasse.


Von Christian Putsch
| Neue Zürcher Zeitung

Manchmal kommt sich Davyth Stewart vor wie der sprichwörtliche kleine David im Kampf gegen den Riesen Goliath. Nur mit bisher weniger Erfolg. Der Australier ist einer von dreissig Ermittlern der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation (Interpol), die für den Kampf gegen Umweltkriminalität zuständig ist. Das sind zwar deutlich mehr als noch vor vier Jahren, damals waren es nur fünf Ermittler. Im Vergleich zum Gegner ist die Zahl dennoch verschwindend klein, auch wenn weitere Einstellungen geplant sind. Verschiedene internationale Agenturen investieren 20 bis 30 Millionen Dollar in den Kampf gegen Umweltverbrechen, mit denen jährlich Dutzende Milliarden Dollar umgesetzt werden. «Wir sind auf der Verliererstrasse», sagt Stewart.

weiterlesen