Kriminalität: Diese Zahlen über Flüchtlinge sind bemerkenswert


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Demagogen haben uns erzählt, dass „der Syrer“, „der Afghane“ und „der Iraker“ uns besonders viele Probleme machen – auch weil sie meist Muslime sind. Neue Zahlen sorgen jetzt für wohltuende Klarheit.

Von Ulf Poschardt | DIE WELT

Vorurteile und Rassismen arbeiten mit Pauschalisierungen, die es Menschen einfacher machen sollen, mit ihren Ängsten umzugehen. Als die Flüchtlingswanderung ihren Anfang nahm, war aus dem einstigen Mitleid mit den bürgerkriegsgeplagten Syrern erst zupackende Empathie geworden, dann aber auch blankes Ressentiment.

„Der Syrer“ wurde von den selbst erklärten Superdeutschen als Problemfall für die „geflutete“ Bundesrepublik gesehen. Ähnlich gefährlich erschienen den Demagogen und Vorurteilsverwaltern „der Afghane“ und „der Iraker“ – allesamt Menschen, die in einem vom Islam geprägten Kulturraum aufwuchsen.

Jede geklaute Wasserflasche und jedes Gerangel im Flüchtlingsheim, bei dem Täter oder Verdächtige einem dieser Problemländer zugeordnet wurden, war Anlass, in zum Teil niederträchtiger Weise Angehörige dieser Nation und die dort praktizierte islamische Religion zu diffamieren.

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