Kant-Tagung in Berlin: Ein europäisches Angebot an die Welt


Kant 1791 nach dem Berliner Maler Gottlieb Doebler ursprünglich in der Freimaurerloge Zum Todtenkopf und Phoenix in Königsberg, hier die zweite Ausführung für Johann Gottfried Kiesewetter. Bild: wikimedia.org/PD
Kant 1791 nach dem Berliner Maler Gottlieb Doebler ursprünglich in der Freimaurerloge Zum Todtenkopf und Phoenix in Königsberg, hier die zweite Ausführung für Johann Gottfried Kiesewetter. Bild: wikimedia.org/PD

Um Aufklärung, Freiheit und Gastrechte ging es in einem Symposium zu Immanuel Kant. Eine Frage bleibt: die Vermittlung seiner Werke an Jüngere.

Von Micha Brumlik | taz.de

Große Ereignisse werfen, so heißt es, ihre Schatten voraus. Umgekehrt gilt aber auch, dass Schatten geworfen werden, wo sich etwas Großes ereignen soll.

Der Philosoph und Aufklärer Immanuel Kant wurde im Jahr 1724 geboren, aber eine erste Auftaktveranstaltung zu seinem dreihundertsten Geburtstag fand bereits jetzt, acht Jahre vorher, in Berlin statt. Unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, und dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa lud die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften in und mit dem Deutschen Historischen Museum zu der Tagung „300 Jahre Immanuel Kant. Der Weg zum Jubiläum“ ein.

Dazu begrüßte Monika Grütters auch Angehörige des di­plo­matischen Korps aus Russland und Polen. Umrahmt von den wenig bekannten „Claviersonaten“ von Kants Zeitgenossen Christian Wilhelm Podbielski, virtuos von der jungen Pia­nis­tin Mira Lange auf einem historischen Hammerflügel gespielt, nahm das Auftaktsymposium seinen Lauf.

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