Blockade der Balkanroute war wirksamer als der Türkei-Deal


 Themenbild. Flüchtlingslager Zaatari, Jordanien. Bild: AP AFP Pool watson.ch
Themenbild. Flüchtlingslager Zaatari, Jordanien.
Bild: AP AFP Pool watson.ch
Die Schließung der Balkanroute führte „umgehend“ zum Rückgang der Flüchtlingszahlen. Diese Bilanz zieht die Grenzschutzagentur Frontex. Das EU-Türkei-Abkommen spielt demnach eine untergeordnete Rolle.

Von Manuel Bewarder | DIE WELT

Der Rückgang der Flüchtlingszahlen in Europa in diesem Frühjahr ist vor allem auf die Grenzschließungen auf der Balkanroute zurückzuführen. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Analyse der europäischen Grenzschutzagentur Frontex hervor, die der „Welt am Sonntag“ vorliegt.

„Als nach dem 19. Februar die mazedonischen Behörden striktere Auswahl-Regeln für die Einreise aus Griechenland einführten, ging die Zahl der ankommenden Personen in Griechenland aus der Türkei umgehend zurück“, heißt es in der Analyse der europäischen Behörde mit Sitz in Warschau.

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