CDU-Außenpolitiker fordert Hijab-Erlaubnis für deutsche Polizistinnen


Bild. freerepublic.com
Bild. freerepublic.com
Sollte es Polizistinnen in Deutschland erlaubt werden, den Hijab – eine traditionelle islamische Kopfbedeckung, bei der nur noch das Gesicht zu sehen ist – zu tragen?

kath.net

Darüber ist eine Debatte entbrannt. Hintergrund sind Äußerungen des CDU-Außenpolitikers Ruprecht Polenz (Münster). Er hatte am 7. Juni als Reaktion auf die Entscheidung der Polizei in Schottland, den Hijab zuzulassen, um mehr muslimische Frauen für den Polizeidienst zu gewinnen, über das soziale Netzwerk Facebook gepostet: „Wird Zeit, dass die deutsche Polizei das auch macht.“ Ob die Aussage ernst gemeint war oder nicht, blieb zunächst unklar. Allerdings stieß sie auf scharfe Kritik der Christlichen Polizeivereinigung (CPV). „Wir sind besorgt und entsetzt, dass ein Symbol der Unfreiheit und Unterdrückung der Frau, wie es viele Gerichte und Parlamente bewerten, nun ausgerechnet bei der Polizei hoffähig gemacht werden soll“, heißt es in einer am 11. Juni veröffentlichten Pressemitteilung. Gerade die Polizei, die für die Einhaltung der Rechtsordnung einzutreten habe, müsse das auch durch ihre Mitarbeiter zum Ausdruck bringen. Ein umstrittenes Symbol wie das Hijab-Kopftuch, das Haare, Ohren, Hals und Ausschnitt bedeckt, als Uniformbestandteil einzuführen, würde Kritik und völliges Unverständnis der Bevölkerung hervorrufen, heißt es weiter.

weiterlesen